Delta
Cobot hilft bei Rettung der Korallen
Die Delta Electronics Foundation engagiert sich im Korallenschutz und bringt dabei gezielt moderne Technologie zum Einsatz. Eine zentrale Rolle spielt dabei der 'D-Bot'.
Korallenriffe zählen zu den wertvollsten Lebensräumen der Ozeane, doch sie sind massiv bedroht. Durch steigende Wassertemperaturen kommt es weltweit zu Korallenbleiche, bei der ganze Riffsysteme absterben. Um diese Entwicklung aufzuhalten, arbeiten internationale Forschungseinrichtungen an neuen Lösungen. Die Delta Electronics Foundation unterstützt hierbei mit dem 'D-Bot'. Der kollaborative Roboter wurde gemeinsam mit dem National Museum of Marine Biology and Aquarium in Taiwan entwickelt und soll die Forschung und Züchtung hitzeresistenter Korallen effizienter und präziser machen.
Der D-Bot gehört zu einer Serie von Robotern, die ursprünglich für industrielle Aufgaben entwickelt wurden, und sich schnell einrichten und einfach bedienen lässt. Jede Einheit verfügt über sechs Bewegungsachsen und kann Lasten von bis zu 30 kg handhaben. Mit Reichweiten von bis zu 1800 mm sind sie vielseitig einsetzbar. Diese Eigenschaften werden in der biologischen Korallenforschung gezielt genutzt: Hitzebeständige Korallen könnten in Zukunft helfen, Riffe dauerhaft zu stabilisieren. Um solche Arten zu identifizieren, nutzen Forschende das sogenannte 'Tank-Hopping'-Verfahren: Die Korallen werden in verschiedenen Wasserbecken schrittweise steigenden Temperaturen ausgesetzt. Der D-Bot unterstützt diesen Prozess, indem er automatisch Proben bearbeitet, Temperaturverläufe steuert und Messdaten erfasst. Dadurch läuft die Forschung schneller und genauer als bei manuellen Verfahren, was wertvolle Zeit spart und die Chancen erhöht, robuste Korallenarten rechtzeitig zu erkennen und zu vermehren.
Delta verfolgt dabei einen internationalen Ansatz. Das Projekt wird gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Organisationen aus aller Welt vorangetrieben. Dazu zählen die Taiwanese Coral Reef Society, das Scripps Institution of Oceanography (UC San Diego), die James Cook University sowie Partner aus Australien, Japan, Singapur und Indonesien. Durch diesen engen Austausch entsteht ein globales Netzwerk für technologiebasierten Meeresschutz.











