Servicerobotik
Care-O-bot 4 - auf dem Weg zur Kommerzialisierung
Das Fraunhofer IPA hat ihr Care-O-bot-Konzept weiterentwickelt. Die 4. Generation des mobilen Serviceroboters wird öffentlich erstmals auf den 'Expert Days on Service Robotics' von Schunk zu sehen sein, die am 25. und 26. Februar in Brackenheim-Hausen stattfinden.
"Mit seinem hohen Standardisierungsgrad ist Care-O-bot 4 ein Meilenstein im Bereich der mobil einsetzbaren Serviceroboter", ist Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter des gleichnamigen Herstellers für Spann- und Greiftechnik aus Lauffen am Neckar, überzeugt. Während bei den Vorgängern des Care-O-bot 4 noch Grundlagen wie Objekterkennung oder sichere Navigation im Vordergrund standen, sei jetzt ein wichtiger Schritt in Richtung Kommerzialisierung gelungen. "Die vierte Care-O-bot-Generation ist nicht nur agiler, vielseitiger und charmanter als seine Vorgänger, sondern zeichnet sich auch durch den Einsatz kostendämpfender Konstruktionsprinzipien aus", sagt Projektleiter Ulrich Reiser, Gruppenleiter am Fraunhofer IPA. So besteht ein Großteil des inneren Aufbaus aus Blechfaltkonstruktionen, die bereits bei geringen Stückzahlen kostengünstig zu fertigen sind.
Das modulare Konzept des Care-O-bot erlaubt die unterschiedlichsten Konfigurationen. Beispielsweise kann man auf einen Arm verzichten oder sogar beide Arme weglassen. Als Armgelenke kommen standardisierte Powerball-ERB-Module von Schunk zum Einsatz. Die komplette Steuer- und Regelelektronik ist bei diesen Komponenten bereits in die Gelenkantriebe integriert. Position, Geschwindigkeit und Drehmoment sind flexibel regelbar. Da die Versorgungsleitungen für Greifer und Tools komplett im Inneren der Arme verlaufen, entfallen störende und fehleranfällige Kabel an der Peripherie. Eine Besonderheit stellt die 24-V(DC)-Versorgung dar, mit der es möglich ist, die Module auch unabhängig vom Stromnetz ortsveränderlich oder sogar komplett mobil per Akku zu betreiben. Die aufwendigen Kugelgelenke des Care-O-bot 4 in Hals und Hüfte sowie viele der Sensoren sind optional: Geht es nur um das Servieren von Getränken, könnte man auch eine Hand durch ein Tablett ersetzen oder nur die mobile Basis als Servier- und Transportwagen nutzen.










