Autonome Robotik
Brasilien im RoboCup-Fieber
Nach der deutschen Nationalelf war es an den autonomen Robotern, ihr fußballerisches Können unter Beweis zu stellen. Zu der WM des internationalen Robotik-Wettbewerbs RoboCup kamen Ende Juli in Brasilien über 2.800 Jugendliche, Studierende und Wissenschaftler aus 45 Ländern mit ihren teils eigens entwickelten und programmierten Robotern zusammen. Computer&AUTOMATION zeigt, wie deutsche Teams abgeschnitten haben.
In diesem Jahr fand der internationale Robotik-Wettbewerb in João Pessoa, Brasilien statt. Das Hauptziel der Robocup-WM ist es, mit humanoiden Robotern bis zum Jahr 2050 den menschlichen Fußballweltmeister zu schlagen. Dazu setzt der RoboCup nicht nur in den Fußball-Ligen, sondern auch in verschiedenen anwendungsorientierten Ligen unterschiedliche Forschungsschwerpunkte.
Die erste RoboCup-WM fand 1997 im japanischen Nagoya statt. Damals war es noch ein reiner Fußballwettbewerb bestehend aus drei Disziplinen: für zweidimensionale Softwareagenten (2-D Soccer Simulation) sowie für kleine (Small Size) und für mittelgroße (Middle Size) rollende Roboter. Die Kategorie "groß" blieb zunächst offen, um eines Tages von humanoiden Robotern gefüllt zu werden. Mittlerweile dominieren die Humanoiden den Fußballwettbewerb, vorerst aber noch überwiegend im Zwergenformat bis etwa 60 Zentimeter Körpergröße. Um das Fußballturnier herum haben sich zudem weitere Wettbewerbe etabliert, bei denen Roboter sich als Rettungshelfer (Rescue-Liga), Haushaltshilfen (@Home-Liga)und Produktionsassistenten (Logistics Liga) bewähren müssen. Neben RoboCup Major, dessen Teilnehmer überwiegend von Universitäten und Forschungsinstituten kommen, gibt es den Nachwuchswettbewerb RoboCup Junior für Schülerinnen und Schüler.
Der nächste Austragungsort der RoboCup-WM ist Hefei, China. Für das darauffolgende Jahr fiel der Zuschlag auf Deutschland: Leipzig konnte sich als Ausrichter der Weltmeisterschaft 2016 gegen Lyon, Frankreich erfolgreich durchsetzen.










