Relayr-Übernahme

Lukas Dehling,

Munich Re baut IoT-Strategie weiter aus

Mit der Übernahme von Relayr will Munich Re seine IoT-Strategie einen großen Schritt voranbringen. Das gemeinsame Geschäftsmodell kombiniert Technologie, Risiko-Knowhow, Datenanalyse und Finanz-Dienstleistungen.

© YURALAITS ALBERT - shutterstock.com

Nachdem Munich Re im Februar bereits eine Partnerschaft mit Bosch bekanntgab, feilt das Unternehmen weiter an seinem IoT-Programm. In diesem Zuge wird die Rückversicherungs-Gesellschaft  über ihre Gruppengesellschaft Hartford Steam Boiler (HSB) 100 % an Relayr übernehmen, einem IIoT-Softwareanbieter, mit einem angesetzten Unternehmenswert von 300 Mio. US-Dollar. Das Unternehmen liefert Lösungen für die digitale Transformation von Industrien und soll die IoT-Strategie der Munich Re unterstützen.

Relayr agiert dabei weiterhin eigenständig und soll seine dynamische Unternehmenskultur beibehalten, um Innovationen voranzutreiben und IoT-Talente zu gewinnen. Anwender sollen zudem von noch umfassenderen Versicherungs- und Finanzierungsangeboten profitieren, um ihre Geschäftsmodelle zu transformieren.

Das gemeinsame Geschäftsmodell soll die Technologie und Dienstleistungen von Relayr mit der Kompetenz von HSB, Risiken durch IoT- und Engineering-Consulting zu reduzieren, kombinieren. Zusammen mit den Finanzinstrumenten von Munich Re lassen sich so Lösungen schaffen, die Unternehmen helfen, ihren Geschäftserfolg zu sichern.

„Das Internet der Dinge beeinflusst bereits jetzt unsere Welt und hat das Potenzial, die traditionelle Erst- und Rückversicherung grundlegend zu verändern. Es ermöglicht neue Geschäftsmodelle und Services und bringt neue Wettbewerber auf den Markt”, so Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands von Munich Re. „Diese Akquisition folgt klar unserer Strategie: Wir kombinieren eigenes Risikowissen, Fähigkeiten zur Datenanalyse und Finanzkraft mit der technologischen Expertise von Relayr. Auf dieser Basis wollen wir neue Ideen für die Zukunft von Gewerbe und Industrie entwickeln.“

Die Transaktion wird voraussichtlich in den nächsten vier bis sechs Wochen vollzogen, sobald die zuständigen Aufsichtsbehörden die Genehmigung erteilt haben.

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