Geschäftsmodelle für vernetzte Industrie: Bosch und Munich Re vereinbaren Partnerschaft

Bosch und der Rückversicherer Munich Re wollen gemeinsam neue Geschäftsideen im Bereich Industrie 4.0 entwickeln. Vertreter beider Unternehmen haben dazu am 22. Februar auf der IoT-Konferenz 'Bosch ConnectedWorld' in Berlin einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Bosch ConnectedWorld Bildquelle: © Bosch

Bereits zum fünften Mal veranstaltet Bosch in Berlin eine der größten internationalen Konferenzen zum Internet der Dinge.

Ziel der Kooperation ist es, die jeweiligen Stärken beider Akteure zu kombinieren: Die von Bosch im Bereich Hardware, Software und Services, mit denen von Munich Re auf dem Gebiet des Risiko- und Kapitalmanagements. Das ganzheitliche Angebot soll Industriekunden die Umsetzung von Vernetzungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit beherrschbarem Risiko und innovativen Finanzinstrumenten ermöglichen.

Aktuell erarbeiten die beiden Partner gemeinsam mit Kunden in Pilotprojekten konkrete Lösungspakete. In Workshops und Vor-Ort-Gesprächen werden dabei Bedarfe ermittelt sowie Implementierungsschritte und Finanzierungskonzepte festgelegt. Konkret geht es darum, aus Maschinen- und Fertigungsdaten genau die Informationen herauszufiltern, die für eine profunde Analyse und schließlich eine Optimierung der Produktion erforderlich sind. Auf dieser Grundlage können die Partner zum Beispiel Wartungsbedarfe gezielter ableiten und entsprechend neue Modelle zur Risikominimierung definieren. Bosch und Munich Re stellen dazu sensorbasierte Schadenpräventionsmaßnahmen und neuartige Finanzinstrumente für den Risikotransfer zur Verfügung. Dabei unterstützen eine Schadendatenbank und das Know-how bei der Datenanalyse den ganzheitlichen Risikomanagement-Ansatz.