GMA-Mitgliederumfrage 2012

Davina Spohn,

Energie- und Ressourceneffizienz als größter Treiber

Welche Trends bestimmen die Mess- und Automatisierungstechnik in den kommenden Jahren? Die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) hat diesbezüglich eine Umfrage unter ihren Mitgliedern durchgeführt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

© Thomas Ernstings

Die Energie- und Ressourceneffizienz gibt der Mess- und Automatisierungstechnik in den kommenden drei Jahren die größten Impulse, dicht gefolgt von der Mensch-Maschine-Kommunikation. Weitere große Treiber der  Mess- und Automatisierungstechnik sind laut der Umfrage Internettechnologien und zunehmende Vernetzung. Dies zeige, dass die aktuellen Trends um 'Industrie 4.0' in der Welt der Automatisierungstechnik angekommen sind, folgert Dieter Westerkemp, Geschäftsführer der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA). Die Umfrage ist Ende vergangenen Jahres unter 1.149 Mitgliedern der Gesellschaft durchgeführt worden. Sie findet alle zwei Jahre statt.

Die Studienergebnisse zeigen für die kommenden drei Jahre die größten Potenziale im Maschinen- und Anlagenbau. Dafür sprechen sich über 51 % der befragten Unternehmen aus. Die Energietechnik, die Produktionstechnik und die Fahrzeugtechnik folgen auf den nächsten Plätzen. Bei den Potenzialen in der Messtechnik nennen rund 52 % die Fahrzeugtechnik. Danach folgen der Maschinen- und Anlagenbau, die Energietechnik und die Medizintechnik.

Die Verfügbarkeit von Fachkräften schätzen die Unternehmen gegenüber 2010 minimal schlechter ein: Fast 30 % geben an, die Verfügbarkeit sei schlecht – hauptsächlich wegen einer unzureichenden Anzahl an Bewerbern, 2010 waren es noch 24 %. Generell geben fast 58 % der Umfrageteilnehmer an, im Jahr 2013 Ingenieursstellen zu schaffen (2010: 41 %).

Auch die Verlagerung ins Ausland ist Thema der Umfrage: 16 % der Befragten gaben an, dass eine Verlagerung von Bereichen stattfindet oder konkret geplant ist. Dies ist gegenüber 2010 eine Zunahme von gut 13 %. Auffällig dabei ist, dass der Anteil von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von knapp 6 % in 2010 auf 9 % im Jahr 2012 gestiegen ist. Als Grund hierfür nennt die GMA die mangelnde Verfügbarkeit von Ingenieuren am heimischen Standort.

Generell aber zeichnet die Umfrage eine positive Stimmung der Branche: 65 % der Umfrageteilnehmer sehen die Entwicklung der Mess- und Automatisierungstechnik in den nächsten drei Jahren positiv. Bei den Optischen Technologien erwarten 51 % der Befragten eine positive Tendenz in den kommenden drei Jahren.

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