Cyber-Physical Systems

Wolfgang Hascher | Davina Spohn,

1.000 Elektronik-Komponenten für jeden Menschen

Wissenschaftler prognostizieren, dass im Jahre 2020 jeder Mensch rund 1.000 Sensoren, Aktoren oder sonstige Elektroniksysteme bzw. -komponenten nutzen wird. Das Ganze im Rahmen von Cyber-Physical Systems und des Internets der Dinge. All das war Thema auf dem 18. Technologie- und Anwenderkongress von National Instruments.

Der Technical and Marketing Director Europe von National Instruments, Rahman Jamal, zeigt auf dem NI-Anwenderkongress 'Virtuelle Instrumente in der Praxis' am Beispiel von Google Glass die Überschneidungen von virtueller und realer Welt.

© National Instruments

Der Technical and Marketing Director Europe von National Instruments, Rahman Jamal, zeigte am Beispiel von Google Glass die Überschneidungen von virtueller und realer Welt.

© Elektronik

Ein hoch interessantes Referat in diesem Zusammenhang bot Prof. Alberto Sangiovanni-Vincentelli von der Berkeley University in seiner Keynote mit dem Titel 'Die Zähmung des Dr. Frankenstein: Entwickeln von Cyber-Physical Systems'. Er erläuterte, dass  Informationstechnologie sich zunehmend zu einer dezentralen und kollaborativen Umgebung – der Cloud – entwickle, die reich an Schnittstellen zur physikalischen Welt, dem Internet der Dinge, sein müsse. Er legte dar, wie wichtig Cyber-Physical Systems für die zukunftsträchtigen Bereiche wie Energie, Verkehrsmittel, Produktion, Umwelt und Biologie/Chemie/Medizin sein werden.

Dies ergänzend führte Rahman Jamal - Technical and Marketing Director Europe von National Instruments - aus, dass eine der Grundlagen zur Realisierung intelligenter, zukünftiger technischer Systeme jeder Art eine leicht handhabbare Programmierumgebung sei. Hierzu könne sich beispielsweise das Graphical System Design anbieten, letztlich durchaus in der Form der laufend weiter entwickelten LabVIEW-Oberflächen. Hier komme aber auch das Zusammenspiel mit den verschiedenen Hardware-Elementen der Mess-, Steuer-und der Regelungstechnik mit ins Spiel, die sich in Zukunft mehr und mehr durch rekonfigurierbare und damit Software-modifizierbare Komponenten in allen Bereichen charakterisieren werde.

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In diesem Zusammenhang stellte National Instruments sogar eine ganze Reihe von Produktneuheiten rund um die RIO-Technologie (Rekonfigurierbare I/O) vor - unter anderem NI LabVIEW 2013, die neue Version der Software für das grafische Systemdesign. Die LabVIEW-RIO-Architektur bildet einen wesentlichen Bestandteil der NI-Plattform für das Graphical System Design – ein modernes Konzept der Entwicklung, Prototypenerstellung und des Einsatzes von Embedded-Systemen zur Steuerung, Regelung und Überwachung.

Als weitere Neuheit basierend auf dieser Architektur wurde der neue softwaredesignte Controller NI cRIO-9068 vorgestellt, mit dem Anwender anspruchsvolle Embedded-Steuer-, -Regel- und -Überwachungsaufgaben jeglicher Art schneller bewältigen können. Auch das neu vorgestellte robuste Bildverarbeitungssystem NI CVS-1457RT gehört zu dieser Produktfamilie und weist FPGA-fähige I/O auf. Darüber hinaus wurden vier neue Karten der R-Serie für USB vorgestellt, mit denen Anwender jedes PC-gestützte System durch einen der gängigsten Busse auf dem Markt mit FPGA-Technologie ergänzen können.

Auch für die Ausbildung und Lehre gibt es Neues: Speziell für Studenten wurde NI myRIO entwickelt, eine Embedded-Hardware, die eine schnellere und kostengünstigere Entwicklung realer komplexer technischer Systeme ermöglicht. Ein weiteres Highlight war ein Anwendungsbeispiel für den erfolgreichen Einsatz der RIO-Architektur: Ein Team des Lehrstuhls für Flugantriebe der TU München demonstrierte Live-Experimente an einem mobilen Raketenprüfstand.

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