VDMA-Kienbaum-Studie

Neue Kompetenzen sind gefragt

4. Mai 2022, 10:12 Uhr | Andrea Gillhuber
VDMA-Kienbaum-Studie »Future Skills im Maschinen- und Anlagenbau«
© Pixabay/CC0

Welche neuen Kompetenzen verlangt die digitale Transformation im Maschinen- und Anlagenbau von den Mitarbeitenden? Dieser Frage geht eine gemeinsame Studie von Kienbaum und VDMA auf den Grund.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist geprägt vom digitalen Wandel. Mit ihm erhalten neue Technologien Einzug, die bestehende Prozesse verändern und Wertschöpfungsketten neu definieren. Auf diese Veränderungen müssen Unternehmen flexibel reagieren. Dabei spielen interdisziplinäres Arbeiten, Agilität und Veränderungsbereitschaft eine besonders wichtige Rolle.

VDMA-Kienbaum-Studie »Future Skills im Maschinen- und Anlagenbau«
Um die branchenrelevanten Kompetenzen im Kontext der digitalen Transformation herauszuarbeiten, gerecht zu werden, orientiert sich die Studie am Wertschöpfungsprozess im Maschinen- und Anlagenbau.
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In der Studie »Future Skills im Maschinen- und Anlagenbau« unterzog der VDMA in Zusammenarbeit mit dem Kienbaum Institut@ISM an der Wirtschaftshochschule International School of Management (ISM) diese Veränderungen einer genaueren Analyse. Dazu wurden 148 Fach- und Führungskräfte der Branche befragt. Jetzt wurde die Studie veröffentlicht.

Die Ergebnisse im Überblick

VDMA Kompetenzdimensionen
Neben dem Produktlebenszyklus wählten die Studienmacher geeignete Kompetenzdimensionen zur Strukturierung und Einordnung bestimmter Kompetenzen aus.
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  • Von den befragten Unternehmen befinden sich 90 % in technologischen, organisationalen oder/und prozessualen Veränderungsprozessen. Über Veränderungen der Unternehmenskultur berichten allerdings nur 17 % der befragten Unternehmen.
  • Aufgrund des Fachkräftemangels sehen sich vier von fünf Unternehmen mit einem sogenannten »Skill-Gap« konfrontiert und geben an, in den nächsten fünf bis zehn Jahren die benötigten Zukunftskompetenzen aufbauen zu müssen.
  • In interdisziplinärem Arbeiten, Agilität und Veränderungsbereitschaft sehen die Befragten die größten Entwicklungspotenziale
  • Mit Systemingenieur/innen, Technische Produktmanager/innen und I.4.0-Servicetechniker/innen benennen die Unternehmen die aus ihrer Sicht drei wichtigsten Job-Profile.
  • Um die notwendigen Kompetenzen sicherzustellen, setzen rund 80 % der Unternehmen auf das Recruiting neuer Fachkräfte mit den entsprechenden Kompetenzen.
    Als ebenso wichtig wird Weiterbildung eingeschätzt: Ebenfalls 80 % der Unternehmen bilden ihre Fachkräfte fort (Upskilling). Umschulungen (Reskilling) wird von 56 % der Unternehmen zur Mitarbeiterqualifizierung genutzt.
  • Führung heißt für die Mehrheit der Unternehmen vor allem die Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Virtuelle Führung sowie die Entwicklung von Digitalstrategien und digitalen Geschäftsmodellen sind weitere wichtige Führungsaufgaben

Die VDMA-Kienbaum-Studie »Future Skills im Maschinen- und Anlagenbau können Sie hier herunterladen:

Studie »Future Skills im Maschinen- und Anlagenbau«

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