zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Slack

Alexandra Hose,

Die Dynamik mehrerer Generationen in der Arbeitswelt

Aktuell arbeiten bis zu fünf Generationen innerhalb eines Unternehmens zusammen – das birgt ein enormes Potenzial an Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiverweiterungen, genauso wie das Risiko von Reibungen. Die Slack Intergenerational Collaboration Survey hat das analysiert.

© stock.adobe.com/ASDF

Die Slack Intergenerational Collaboration Survey untersucht die Zusammenarbeit verschiedener Generationen innerhalb der modernen hybriden Arbeitswelt, um genauere Einblicke in deren Dynamiken und Herausforderungen zu gewinnen. Die Umfrage wurde von Slack in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut YouGov unter 2.020 Büroangestellten in Deutschland durchgeführt.

Für rund die Hälfte der Befragten sind eine schlechte Kommunikation sowie der seltene Austausch (face-to-face) die Hauptursachen von Konflikten mit Kollegen und Kolleginnen. 21 % der Befragten geben an, am häufigsten Konflikte mit älteren Kollegen und Kolleginnen zu haben. Doch klar ist auch (72 %): Der Arbeitgeber profitiert auf jeden Fall von verschiedenen Generationen und ihren Stärken und schätzt die Unterschiede (61%). Führungskräfte (77 %) bestätigen, durch Teams, in denen mehrere Generationen zusammenarbeiten, einen Vorteil für das Unternehmen zu erleben.

Die Generation Z: Zwischen individuellen Bedürfnissen und reverse Mentoring

61 % der Boomer finden, dass die Generation Z zu viele Anpassungen an die individuellen Bedürfnisse vonseiten ihres Arbeitgebers erwartet. Die Hälfte der Befragten  stimmt zu, dass die Gen Z den Kollegen und Kolleginnen anderer Generationen wertvolle Skills bezüglich KI und Automatisierungen beibringt.

Anzeige

Die Millennials aka Generation Y: Weniger Hierarchien und mehr Purpose

56 % der Befragten finden, dass Millennials kritisch sind. Sie wollen Aufgaben nachvollziehen können und reagieren allergisch gegen nicht sinnvolle Aufgaben und Prozesse. Ein Großteil (61%) der Befragten schätzt Millennials als flexibel ein, die sich schnell an neue Tools und Prozesse anpassen können. Sie wollen weniger Hierarchien und lieber Coaches statt Manager und Managerinnen – das behaupten zumindest 57 % der Befragten.

Die Boomer-Generation: Resilienz und Mentorenrolle

Für einen Großteil der Befragten (65 %) sorgt die Boomer-Generation durch ihre Erfahrung für Besonnenheit, besonders in stressigen Phasen, und kann in Unternehmen als Mentoren oder Mentorinnen einen wirklichen Mehrwert bringen (69 %). Ein bisschen Klischee bewahrheitet sich am Ende allerdings doch: Für fast die Hälfte der Befragten (43 %) hat die Boomer-Generation zu große Angst vor allem Neuen.

Digitale Kommunikation für Jung und Alt

Lediglich 46 % der Unternehmen berücksichtigen aktuell die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden hinsichtlich der Kommunikation, indem jedes Team seine Kollaborationstools frei wählen kann. Das macht mehr als deutlich: Die Zusammenarbeit verschiedener Generationen erfordert neue Ansätze hinsichtlich Kollaboration und Kommunikation. Doch nur 51 % der Arbeitgeber geben klare Regelungen hinsichtlich der digitalen Kommunikation und Kollaboration vor. Diese Regelungen und Vorgaben sind für 57 % der befragten Führungskräfte ein Game-Changer für Produktivität.

Tim Schwietal, Head of Central Europe bei Slack, ist sich sicher, dass der Einsatz von Produktivitätsplattformen wie etwa Slack eine technologische Basis bilden könne, um für alle Mitarbeitende passende Arbeitsumgebungen zu schaffen, in der alle effizient arbeiten können. »Das Teilen und Bearbeiten von Dokumenten, Präsentationen etc. (51%) steht laut unserer Umfrage auf Platz 1. Danach folgen das Abhalten von Videokonferenzen (47%) und höchste Standards für Cyber- und IT-Sicherheit (39%).«

Keine Angst vor Automatisierung am Arbeitsplatz

78 % der befragten Boomer haben keine Angst davor, dass Automatisierung und automatisierte Prozesse (Workflows) die eigene Arbeit überflüssig machen könnten. Angst also Fehlanzeige. Bei den Befragten aus der Gen Z sind nur 51 % sorglos. 58 % der Befragten finden, dass ihr Arbeitgeber mehr Automatisierung und Workflows nutzen sollte, um die Arbeit einfacher und effizienter zu gestalten und so die Arbeitsbelastung zu senken. Die Babyboomer sind hier mit 43 % zurückhaltender, während ein Großteil der Gen Z (69%) sich für automatisierte Prozesse und Workflows ausspricht.

Deutsche Büros: Wo und wie arbeiten die Deutschen?

Zahlreiche Unternehmen haben ihre Belegschaft wieder in Vollzeit zurück in die Büros beordert. Lediglich 7 % der Befragten geben an, komplett ortsunabhängig (einschließlich Ausland) von überall aus arbeiten zu können. Rund ein Drittel (29%) muss in Vollzeit ins Büro gehen, während mehr als die Hälfte (57%) in einem hybriden System arbeitet und flexibler entscheiden kann, ob sie im Büro oder im Home-Office arbeitet. Wenn die Befragten jedoch frei entscheiden könnten, wie häufig sie ins Büro kommen möchten, zeichnet sich folgendes Bild ab: Vollzeit wollen nur 16 % der Befragten ins Büro kommen – Babyboomer 23 %, während die Gen Z sogar nur zu 12 % Vollzeit ins Office möchte. 2-3 Tage pro Woche scheinen laut den Befragten das Idealszenario zu sein (31%). 15 % der Befragten würden es laut Umfrage bevorzugen, nie wieder ins Büro zu kommen und so komplett auf den Austausch im Büro zu verzichten.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Russell Reynolds Associates

CEO-Fluktuation auf Tiefstand

In Zeiten globaler Unsicherheit halten Unternehmen stärker an ihren Spitzenkräften fest. Eine Analyse von Russell Reynolds Associates zeigt: Im ersten Halbjahr 2025 wurden weltweit nur 114 neue Vorstandsvorsitzende ernannt – der niedrigste Wert seit...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren