Kontron

Lukas Dehling,

CEO Schwirz scheidet aus

Kontron hat am 25. Juli die Abberufung des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Rolf Schwirz bekanntgegeben. Zeitgleich verkündete das Unternehmen schwache Zahlen für das 2. Quartal 2016 – und zieht die Jahresprognose zurück.

Rolf Schwirz, der Kontron seit Dezember 2012 als CEO leitete, schied nun aus dem Unternehmen aus.

© Joachim Kroll/WEKA Fachmedien

Durch Beschluss des Aufsichtsrats von Kontron vom 25. Juli 2016 wurde Herr Rolf Schwirz von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender und Herr Andreas Plikat aus dem Vorstand abberufen. Sten Daugaard übernimmt das Amt des Vorstandsvorsitzenden mit sofortiger Wirkung und wird von einer Task Force, bestehend aus den Aufsichtsratsmitgliedern Martin Bertinchamp, Dr. Dieter Düsedau und Harald Joachim Joos, beraten. Herr Daugaard tritt somit mit sofortiger Wirkung als Aufsichtsrat von Kontron zurück.

Zusätzlich wird Dr. Thomas Riegler, bisher interimistischer Leiter des Finanzbereichs, in den Vorstand berufen. Herr Frank Gumbinger wird wie geplant das Amt des Finanzvorstands spätestens zum 1. Januar 2017 antreten. Der Aufsichtsrat hat ein Auswahlverfahren angestoßen, um den Vorstand mittelfristig um zusätzliches technisches Knowhow zu verstärken.

An der im Mai 2015 angekündigten strategischen Neuausrichtung will Kontron festhalten. Ein Schwerpunkt dabei ist die Positionierung des Unternehmens als Middleware- und Hardware-Anbieter, um die langfristigen Trends ,Internet of Things' (IoT) und ,Industrie 4.0' zu nutzen.

 

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Nachfrageschwäche hält an

Diese Personalentscheidungen sind wohl auch das Ergebnis erneut schwacher Geschäftszahlen. Denn im zweiten Quartal 2016 verpasst Kontron die übliche saisonale Erholung und hat die Prognose für das Gesamtjahr zurückgezogen. So lag der Umsatz für das zweite Quartal nur knapp über jenem des ersten Quartals 2016. Mit 90,9 Mio. Euro war er 16,2 % niedriger im Vergleich zu 108,5 Mio. Euro im zweiten Quartal 2015. Der Auftragseingang lag mit 104,6 Mio. Euro immerhin um 4,5 % höher als im Vergleichsquartal 2015 mit 100,1 Mio. Euro. Der Auftragsbestand liegt zum Ende des zweiten Quartals 2016 bei 270,2 Mio. Euro, was einem Rückgang von 16,2% gegenüber dem 30. Juni 2015 von 322,4 Mio. Euro entspricht.

Kontron hat für das schwache Ergebnis der Kontron Gruppe marktrelevante sowie unternehmensinterne Gründe identifiziert. Um der Umsatzschwäche entgegen zu steuern und die Kosten anzupassen, ist das Unternehmen dabei, ein umfassendes Maßnahmenprogramm einzuleiten. Das Unternehmen erwartet für das zweite Halbjahr 2016 einen ähnlichen Umsatz wie in den ersten sechs Monaten.

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