Studie zu digitaler Transformation
PLM-Anwender liegen bei KI-Nutzung vorn
Unternehmen mit modernen PLM-Systemen setzen künstliche Intelligenz deutlich häufiger ein als ihre Wettbewerber. Eine neue Aras-Studie zeigt: Wer den gesamten Produktlebenszyklus digital integriert, erzielt Vorteile bei Innovation, Nachhaltigkeit und regulatorischer Anpassungsfähigkeit.
Unternehmen, die Product-Lifecycle-Management-Systeme (PLM) nutzen, treiben die digitale Transformation in der Industrie besonders stark voran. Laut einer aktuellen Studie des Softwareanbieters Aras liegen PLM-Anwender beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) um 28 Prozentpunkte vor Unternehmen, die auf ältere Einzellösungen setzen.
Für die Untersuchung „Die Zukunft der Produktentwicklung – Product Lifecycle Management im Fokus“ wurden im Januar 2025 insgesamt 656 Führungskräfte aus Europa, den USA und Japan befragt. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Unternehmen mit und ohne PLM-Systeme.
In der Produktentwicklung nutzen 87 % der PLM-Anwender bereits KI – gegenüber 59 % der Unternehmen ohne PLM. Auch bei regulatorischen Anforderungen, etwa im Zusammenhang mit der EU-Richtlinie Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) oder digitalen Produktpässen, sind PLM-Nutzer besser vorbereitet: 88 % gelten als compliance-bereit, bei anderen Unternehmen sind es 70 %.
Der sogenannte Digital Thread, also die durchgängige digitale Verbindung von Produktdaten, wird von 59 % der PLM-Nutzer als geschäftskritisch angesehen, während nur 35 % der übrigen Unternehmen dies so bewerten.
„Wir erleben die Etablierung einer neuen industriellen Hierarchie“, sagt Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras. „Unternehmen, die ihre Abläufe um flexible, vernetzte PLM-Plattformen aufgebaut haben, profitieren von einem ‚systemischen Vorteil‘: Sie reagieren nicht nur auf Disruptionen, sondern verwandeln sie in Wettbewerbsvorteile.“
Laut Rollenmüller verleiht eine integrierte PLM-Architektur Unternehmen organisatorische Stärke: „Wer Design nahtlos mit dem Fertigungsprozess verknüpft, Lieferantendaten mit Compliance-Anforderungen verzahnt und Marktanforderungen mit der Produktstrategie verbindet, agiert auf einer ganz anderen Ebene.“
Die Studie verdeutlicht: PLM-Nutzer verfügen über mehr Innovationskraft, höhere Prozessreife und eine bessere Anpassungsfähigkeit an neue Markt- und Regulierungstrends – ein struktureller Vorsprung, der in den kommenden Jahren weiter wachsen dürfte.











