KI-Studie
Valtech sieht Defizite bei agentischer KI
Fachkräfte sind nach einer Studie von Valtech offen für den Einsatz agentischer KI. Unternehmen verfügen jedoch häufig noch nicht über integrierte KI-gestützte Arbeitsprozesse. Für die Untersuchung wurden 1003 KI-Nutzer aus Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum befragt.
Künstliche Intelligenz wird in Unternehmen zunehmend im Arbeitsalltag eingesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die globale Studie „The Agentic Age“ des Digital-Business-Dienstleisters Valtech. Grundlage der Untersuchung ist eine Befragung von 1.003 Fachkräften aus Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum, die KI beruflich nutzen.
Demnach sehen 86 % der Befragten eine Produktivitätssteigerung von mindestens 10 % durch den Einsatz von KI. Gleichzeitig geben 75 % an, bislang keine integrierten oder durchgängigen KI-gestützten Arbeitsprozesse erreicht zu haben.
Wunsch nach stärker vernetzter KI
Laut Studie wünschen sich 77 % der Befragten, dass KI die Zusammenarbeit über Teams und Systeme hinweg stärker unterstützt. 74 % befürworten, dass KI klar definierte Aufgaben eigenständig übernimmt, solange die Verantwortung beim Menschen verbleibt.
Nur 4 % sehen in zusätzlichen KI-Pilotprojekten den größten Mehrwert. Stattdessen erwarten die Befragten, dass KI wiederkehrende Aufgaben übernimmt, Prozesse beschleunigt und Arbeitsabläufe über verschiedene Systeme hinweg verbindet.
„Jetzt kommt es darauf an, ob Unternehmen nachziehen und klar definieren, wo KI unterstützen kann, wo sie eigenständig handeln darf und wo die Verantwortung weiterhin beim Menschen liegen muss“, so David Toma, Vice President Strategy & Consulting DACH bei Valtech.
Mensch bleibt für Entscheidungen verantwortlich
Die Studie zeigt zudem, dass die Befragten zwar offen für eine stärkere Rolle von KI bei der Ausführung und Koordination von Aufgaben sind, die Verantwortung für Personalentscheidungen, strategische Weichenstellungen sowie ethische oder risikorelevante Entscheidungen jedoch weiterhin beim Menschen sehen.
Valtech leitet daraus die Empfehlung ab, Geschäftsprozesse gezielt dort neu zu gestalten, wo KI Routineaufgaben übernehmen und Effizienzgewinne erzielen kann. Vernetzte KI-gestützte Arbeitsprozesse gelten nach Einschätzung des Unternehmens als nächster Entwicklungsschritt.










