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Artikel und Hintergründe zum Thema

Industrie-Studie

Alexandra Hose,

Wie blicken Industrieunternehmen in die Zukunft?

US-Unternehmen sind von ihren Geschäftsmodellen viel überzeugter als Betriebe in der DACH-Region. Jedes zweite deutsche Industrieunternehmen erwägt Schließungen oder Verlagerungen, so die neue Industrie-Studie von Staufen.

In der DACH-Region bezeichnen nur halb so viele Unternehmen ihre Innovationskraft als »sehr gut« im Vergleich zu USA. © Staufen AG, Studie »Zukunft gestalten 2025«

Sowohl der Machtwechsel in den USA als auch der laufende Wahlkampf in Deutschland werden durch die aktuelle wirtschaftliche Lage dominiert. Die Studie ,Zukunft gestalten` befasst sich daher mit der Frage, wie Industrieunternehmen diesseits und jenseits des Atlantiks in das für sie so wichtige Jahr 2025 gehen. Ein zentrales Ergebnis: Die amerikanischen Industriebetriebe blicken deutlich selbstbewusster in die Zukunft als ihre Konkurrenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für die Studie hat die Unternehmensberatung Staufen insgesamt rund 600 Unternehmen in der DACH-Region und in den USA befragt.

© Staufen AG, Studie »Zukunft gestalten 2025«

Der transatlantische Stimmungsunterschied wird in der Studie deutlich sichtbar: Während in der DACH-Region derzeit nur jedes vierte Industrieunternehmen (25 Prozent) sein Geschäftsmodell als »sehr zukunftsfest« beschreibt, ist in den USA mehr als jeder zweite Industriebetrieb (55 Prozent) von seinem eingeschlagenen Weg absolut überzeugt.

Wilhelm Goschy, Staufen-CEO © Staufen AG

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Thema Innovationkraft. Hier geben sich 43 Prozent der befragten US-Firmen die Bestnote, aber nur 21 Prozent der Industrieunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
»Optimismus, Engagement, Innovationskraft und Kundenorientierung sind Erfolgsfaktoren, die maßgeblich von der Mentalität der Führungskräfte und der Unternehmenskultur beeinflusst werden. Diese positive innere Einstellung ist in den USA besonders stark ausgeprägt – und kann gerade in Krisenzeiten ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein«, sagt Wilhelm Goschy, CEO von Staufen. »Die hiesigen Industrieunternehmen sollten daher ihre traditionellen Stärken mit diesem ‚American Spirit‘ verbinden.«

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Prozessoptimierung, Digitalisierung und Qualifizierung als zentrale Hebel

Stichwort Stärken: Trotz aller Herausforderungen sehen 82 Prozent der Industrieunternehmen in der DACH-Region an ihrem jeweiligen Heimatstandort weiterhin mehr Chancen als Risiken. Und 87 Prozent der befragten Top-Manager bezeichnen ihr Unternehmen als resilient, wobei sogar jeder vierte (25 Prozent) von »sehr widerstandsfähig« spricht. Zum Vergleich: In der Vorjahresstudie hatten nur 20 Prozent dem eigenen Unternehmen eine solch hohe Resilienz attestiert. Diese positive Entwicklung an der Spitze kann über die aktuellen Probleme gerade in Deutschland aber nicht hinwegtäuschen. So geben sieben von zehn deutschen Industrieunternehmen an, dass ihre heimischen Werke international an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Als Konsequenz erwägt die Hälfte (52 Prozent) Standortschließungen oder -verlagerungen.

Staufen-CEO Goschy: »Neben den notwendigen staatlichen Veränderungen (Energiekosten, Bürokratieabbau etc.) kann hier jedes Unternehmen sofort selbst aktiv werden. Die drei zentralen Maßnahmen: ergebniswirksame Prozessoptimierung, konsequente Digitalisierung sowie schnelle und zielgerichtete Qualifizierung der Mitarbeitenden. Das gilt auch für die US-Industrie, deren Zahlen derzeit nicht zuletzt aufgrund des starken Binnenmarktes besser aussehen.«

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