Fraunhofer auf der Hannover Messe 2026
Daten, KI und Materialinnovationen für die Industrie von morgen
Unter dem Motto "Innovations for our Future" präsentieren neun Fraunhofer-Institute und -Verbünde sowie die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) auf der Hannover Messe 2026 konkrete Lösungen für eine resiliente, digital vernetzte Industrie.
Im Zentrum des Fraunhofer-Messeauftritts steht die Frage, wie sich industrielle Systeme mithilfe von Daten, Künstlicher Intelligenz und neuen Materialien nicht nur effizienter, sondern vor allem robuster und flexibel gestalten lassen. Die Exponate machen deutlich: Resilienz entsteht heute aus dem intelligenten Zusammenspiel von Datenökosystemen, automatisierten Prozessen sowie nachhaltigen Technologien.
Am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand (Halle 11, Stand D33) werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit innovativen technologischen Lösungen für industrielle Bedürfnisse zusammengeführt. Die Vielfalt der Projekte macht die interdisziplinäre Stärke von Fraunhofer sichtbar – von virtuellen KI-Avataren im Metaverse und strategischer Produktionsplanung über Batterierecycling und Rückgewinnung kritischer Rohstoffe bis zu leistungsfähigen Elektroniksystemen.
Mit Blick auf das Partnerland der Hannover Messe 2026 Brasilien präsentiert das Fraunhofer Liaison Office Brasilien erfolgreiche internationale Kooperationsprojekte und betont die Bedeutung globaler Innovationsnetzwerke für die industrielle Transformation.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Beiträge zur Wasserstoffwirtschaft: An der Wasserstoff-Insel (Halle 11, Stand E9–E11) zeigen Fraunhofer-Institute Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Erzeugung über Speicherung und Transport bis hin zu industriellen Anwendungen.
Highlight-Exponate
Collaborative Powerwall und virtuelle KI-Avatare: Wie sieht die industrielle Zusammenarbeit von morgen aus und welche Rolle spielt dabei das Metaverse? Forschende zeigen neue Formen und Potenziale des Engineerings, der Serviceentwicklung und der Mensch-Maschine-Interaktion – mit immersiven Visualisierungen, KI-Avataren und Digitalen Zwillingen.
Hochleistungs-Packaging-Technologie: Anhand eines Demonstrators präsentieren Forschende Lösungen der APECS-Pilotlinie im Rahmen des EU Chips Acts für Chip-Integration, Kühlung und zuverlässiges Packaging, die es Entwicklern und Herstellern ermöglichen, komplexe Hochleistungselektronik besonders platzsparend und kosteneffizient zu realisieren.
Maßgeschneiderter und biobasierter Dünger: Überdüngung in der Landwirtschaft schadet Pflanzen, Boden und Trinkwasser. Ein alternatives Düngemittel, das vollständig biologisch abbaubar ist, versorgt Pflanzen ausschließlich mit notwendigen Nährstoffen und vermeidet so Überdüngung. Auf der Hannover Messe präsentieren die Forschenden Ergebnisse der Versuchsreihen mit den selbstgedüngten Pflanzen.
Batterierecycling und Rückgewinnung kritischer Rohstoffe: Für die Batterierecyclingindustrie und Unternehmen der Wasseraufbereitung ermöglicht ein neu entwickeltes, chemikalienfreies elektrochemisches Verfahren die effiziente Rückgewinnung kritischer Rohstoffe. Der Betrieb bei Raumtemperatur und Umgebungsdruck kann die Investitions- und Betriebskosten signifikant reduzieren.
Strategische Produktionsplanung mit Mathematik: Bessere Entscheidungen sind kein Zufall, sondern kalkulierbar und sogar ein Wettbewerbsvorteil. Verantwortliche Akteure in Produktion und Logistik können durch den Einsatz von mathematischer Optimierung komplexe, multidimensionale Herausforderungen in der Produktionsplanung zuverlässig erfüllen, um Kosten zu senken, den Durchsatz zu erhöhen und Liefertermine zu sichern.
Sicheres "Unlearning" bei verteilten KI-Modellen: Was geschieht, wenn ein Akteur aus einem dezentralen KI-Ökosystem aussteigt und seine Daten abtrainiert werden müssen? Fraunhofer zeigt mit Fujitsu, wie ein sicheres "Unlearning" ohne große Genauigkeitsverluste gelingt. Für Betreiber von Datenräumen wie Manufacturing-X wird so ein datensouveräner und DSGVO-konformer Einsatz verteilter KI-Modelle möglich.
Umwandlung biogener Reststoffe in Kraftstoffe und chemische Zwischenprodukte: Für die Energie-, Chemie-, Agrar- und Abfallwirtschaft wandelt die 'TCR'-Technologie (Thermo-Catalytic Reforming) biogene Reststoffe simultan in drei wertvolle, speicherbare Produkte – Synthesegas, Bio-Rohöl und Biokohle – um und fördert so die Kreislaufwirtschaft und die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen.
Smart-Data-Pipelines als vertrauenswürdige Grundlage für KI-Anwendungen: Die gezeigten Smart-Data-Pipelines schaffen eine vertrauenswürdige Grundlage für KI-Anwendungen in datengetriebenen Unternehmen und Organisationen, indem sie einen transparenten Prozess für die qualitätsgesicherte Datensammlung, den sicheren Austausch und ein nachvollziehbares KI-Training gewährleisten.










