Capgemini-Studie zu KI-Agenten

Andrea Gillhuber,

Unternehmen sehen Milliardenpotenzial für agentenbasierte KI

Eine Studie von Capgemini zeigt: Bei aktiver Einbindung von Menschen könnten KI-Agenten bis 2028 einen wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu 450 Milliarden US-Dollar erzielen. Vertrauen und Transparenz bleiben dabei entscheidende Erfolgsfaktoren.

© Capgemini

Agentenbasierte KI-Systeme sollen Unternehmen vor allem helfen, Umsätze zu steigern und Kosten zu senken. Das zeigt die neue Studie „Rise of agentic AI: How trust is the key to human-AI collaboration“ des Capgemini Research Institute. Das wirtschaftliche Potenzial wird bis 2028 auf bis zu 450 Milliarden US-Dollar geschätzt. Für Unternehmen mit skalierten Implementierungen ergibt sich daraus im Schnitt ein Mehrwert von rund 382 Millionen US-Dollar innerhalb von drei Jahren, während Unternehmen ohne Skalierung nur mit etwa 76 Millionen US-Dollar rechnen.

Der Weg dahin ist für viele Firmen jedoch noch unklar: Erst 2 % der befragten Unternehmen haben eine vollständig skalierte Einführung umgesetzt. Rund ein Viertel arbeitet an Pilotprojekten, 14 % haben mit der Implementierung begonnen, während die Mehrheit sich noch in der Planungsphase befindet. 93 % der Entscheider erwarten jedoch, dass eine erfolgreiche Skalierung innerhalb der nächsten zwölf Monate einen Wettbewerbsvorteil bringt.

Das Vertrauen in vollständig autonome KI-Agenten ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, von 43 % auf 27 %. Fast zwei von fünf Führungskräften (rund 40 %) befürchten, dass die Risiken die Vorteile übersteigen. Unternehmen setzen daher verstärkt auf Transparenz und ethische Schutzmechanismen. In der Implementierungsphase liegt das Vertrauen mit 47 % höher als in der Erkundungsphase (37 %).

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Mehr als 60 % der Unternehmen rechnen innerhalb des nächsten Jahres mit der Einführung von Mensch-KI-Teams. 70 % gehen davon aus, dass dafür Rollen, Teamstrukturen und Workflows neu gestaltet werden müssen. Bei gelungener Zusammenarbeit erwarten die Befragten eine 65-prozentige Steigerung der menschlichen Beteiligung an wertschöpfenden Aufgaben, eine 53-prozentige Zunahme an Kreativität sowie eine 49-prozentige Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit.

„Das wirtschaftliche Potenzial von KI-Agenten ist erheblich. Um es zu realisieren, braucht es aber nicht nur die Technologie an sich, sondern eine umfassende, strategische Transformation von Menschen, Prozessen und Systemen“, sagt Philipp Wagner, Vice President und Head of Enterprise Data & Analytics bei Capgemini Invent in Deutschland.

Derzeit werden agentenbasierte KI-Systeme vor allem in Kundenservice, IT und Vertrieb eingesetzt, weitere Bereiche wie Betrieb, Forschung & Entwicklung und Marketing sollen folgen. Bislang werden rund 15 % der Geschäftsprozesse als teil- oder vollautonom eingeschätzt. Dieser Anteil soll bis 2028 auf 25 % steigen.

Die Studie zeigt aber auch, dass grundlegende Voraussetzungen fehlen: 80 % der Unternehmen verfügen nicht über eine ausgereifte KI-Infrastruktur, weniger als 20 % weisen eine hohe Datenreife auf. Datenschutz ist für 51 % der befragten Firmen das größte Risiko, doch nur 34 % setzen gezielt Maßnahmen zur Minderung um. Zudem versteht nur etwa die Hälfte der Führungskräfte umfassend, was KI-Agenten leisten können und wie sie über klassische Automatisierung hinausgehen.

Weitere Informationen finden Sie in der vollständigen Studie:

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7.3 MB
Capgemini-Studie „Rise of agentic AI“Die Studie „Rise of agentic AI: How trust is the key to human-AI collaboration“ zum Download.
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