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Artikel und Hintergründe zum Thema

Igus

Inka Krischke,

Schwenkkrane werden sicherer

Herunterhängende Energie- und Datenleitungen bei Schwenkkranen bergen mitunter ein hohes Risiko, da sie durch unachtsames Bewegen von Lasten, Gabelstaplern und anderen Schwenkkrananlagen in direkter Umgebung verheddern und abreißen können. Ein neues System beugt dem vor.

Die Energieführung ‚Guidelok swing‘ lässt sich direkt in der Kontur des T-Trägers montieren und dank eines speziellen Wippen-systems auch für lange Trägerlängen verschleißarm und kostengünstig einsetzen.

© Igus

In der Industrie transportieren Schwenkkrane Werkstücke aller Art – an Verladerampen, Bearbeitungsmaschinen und Montageplätzen. Doch dabei kann es immer wieder zu Ausfällen kommen – zum Beispiel dann, wenn herunterhängende Kabelschlaufen beim Abladen von Werkstücken durch einen Gabelstapler beschädigt werden. Die Folge sind Ausfallzeiten, ungeplante Reparaturkosten und schlimmstenfalls Produktionsverzögerungen. Um Anlagensicherheit und Produktivität zu erhöhen, hat Igus ein Energieführungssystem namens ‚Guidelok swing‘ entwickelt. Bei diesem System hängen die Energie- und Datenleitungen nicht mehr länger in der Luft, sondern bewegen sich aufgrund des platzsparenden Designs der Energieführung direkt in der Träger-Kontur des Schwenkkrans und damit außerhalb der Reichweite von aufgenommenen Lasten, Flurförderzeugen oder anderen Schwenkkranen.

Ausfallsicherer Lauf

Das System funktioniert folgendermaßen: Die Energie- und Datenleitungen sind in eine Energiekette aus Hochleistungskunststoff eingelegt. Das Untertrum liegt auf dem Flansch des T-Trägers auf und ist mit der Laufkatze verbunden. Im Gegensatz zu traditionellen Kettenanwendungen wird bei der ‚Guidelok swing‘ das Untertrum verfahren. Das Obertrum wird mit Hilfe von Wippen oberhalb der Laufkatze gehalten.

Bei einer klassischen Energieketten-Bewegung würde normalerweise das Obertrum auf dem Untertrum gleiten. Doch Igus hat sich einen konstruktionstechnischen Kniff einfallen lassen: Alle 800 mm sind Wippen am Steg des T-Trägers verschraubt. Fährt das Obertrum vorbei, drückt der Kettenradius die Klappen der Wippe nach oben und rastet ein. In der Gegenbewegung öffnen sich die Klappen wie eine Falltür und geben das Obertrum wieder frei. Der Vorteil: Obertrum und Untertrum berühren sich nie. Entsprechend gering ist der Verschleiß und entsprechend lang die Lebensdauer der Energieführung. Zudem ist keine Führungsrinne nötig, da die Energiekette von den Wippen in Position gehalten wird und nicht zu den Seiten ausbrechen kann. Dadzurch bewegt sich die Energieführung preislich auf dem Niveau klassischer Festoons. Bestehende Systeme lassen sich dank des Verzichts auf eine Führungsrinne zudem schneller umrüsten.

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Erste Anwendungen

Erster Anwender des neuen Führungssystems ist SEW- Eurodrive. Der deutsche Hersteller von Antriebstechnik hat in seinem Werk im südafrikanischen Gauteng einen Hallenkran mit der ‚Guidelok swing‘ ausgestattet. Der Kran bewegt Bauteile für die chemikalische Reinigung mit einem Hochdruckreiniger. Denn: Die Energieführung verhindert nicht nur Zusammenstöße mit Gabelstaplern, sie ist auch chemikalienbeständig, korrosions- und wartungsfrei, da keine externen Schmiermittel zum Einsatz kommen. 

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