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Artikel und Hintergründe zum Thema

Exor

Meinrad Happacher,

Rein ins Energie-Geschäft!

Exor ist als HMI-Hersteller bekannt. Jetzt greift das Unternehmen ein neues Tätigkeitsfeld auf, mit dem der deutsche Firmenchef Christoph Müller schon vor 20 Jahren erste Erfahrungen sammelte: Das Energie-Lastmanagement.

Christoph Müller verknüpft mit den neuen Geräten die drei Themen Automation, Visualisieren und Lastmanagement.

© Computer & AUTOMATION

Genau 20 Jahren ist es her, dass "wir uns mit dem Thema Energie in Bezug auf Kostensenkung für produktionsintensive Betriebe auseinandergesetzt haben". Damals entstand in Zusammenarbeit mit einem israelischen Unternehmen ein Lastmanagement, welches an unterschiedliche Aufgaben angepasst werden konnte.

Mit der Konzentration auf die Vermarktung der HMI-Systeme im Jahre 1995 geriet das Energie-Thema bei Exor Deutschland für viele Jahre in den Hintergrund. Doch seit zwei Jahren nun spielt das Thema Energie wieder eine Rolle. Müller: "Wir haben bereits so viele Produkte, die zum Thema Energie passen, dass es einfach logisch war, dieses Thema aufzugreifen." In diesem Zusammenhang verweist der Firmenchef auf die Telemetrie-Lösung 'Com Force One' für die dezentrale Energie-Erzeugung, Überwachung und Steuerung.

Zur SPS IPC Drives bringt Exor nun eine "ganzheitliche Lösung", so Müller. Die Kombination aus Steuerung, Touchpanel, mobiler Webvisualisierung, Com-Force-Kommunikation und einer Cloud-Portal-Lösung ergebe nun ein Metering-System "für Haus und Hof, aber auch für den industriellen Einsatz."

Müller ist überzeugt, dass es für Unternehmen immer wichtiger wird, sich nach ISO 50001 zertifizieren zu lassen. Die Norm beschreibt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem, das Unternehmen in die Lage versetzt, den Energieverbrauch systematisch und kontinuierlich zu reduzieren. Hierzu gehören die Ermittlung von Verbrauchswerten und Kosten, die Gewinnung von Erkenntnissen und die Durchführung von Maßnahmen. Sei ein solches Lastmanagementsystem einmal installiert, habe der Anwender über die Zertifizierung hinaus den Vorteil, jede Menge Energiekosten zu sparen. "Die Kosten für eine Lastoptimierung amortisieren sich durchschnittlich nach spätestens drei Jahren", argumentiert Müller: "Umso größer der Lastgang desto schneller die Amortisation!"

Als Abrundung des Gesamtkonzepts wird Exor ab 2013 auch Unternehmen beim Aufbau eines nach ISO 50001 zertifizierten Energiemanagement Systems helfen. Der Firmenchef selbst will hierbei als Energiemanagement-Beauftragter für seine Kunden aktiv werden.

Und für alle, die sich zunächst an das Thema Energie-Erfassung rantasten wollten, stellt Exor auf der SPS IPC Drives 2012 ein mobiles Datenerfassungssystem vor. Vorteil der Lösung: Sie lässt sich ohne Änderung der lokalen Infrastruktur einbinden. Basis ist ein Messkoffer, der mittels Stromzangen oder Sensoren die Daten erfasst und via GSM auf ein Interne- oder Intranet-Portal lädt. Dort kann sich der Anwender die Daten in seine eigene Datenverarbeitung laden beziehungsweise den Verbrauch, Lastgang und die Historien ansehen, ohne selbst Hand anlegen zu müssen. Kein Kabellegen, keine Betriebsunterbrechung und kein Aufwand für die IT-Abteilung. "Einfach Koffer auf, Klemmen dran, Browser starten und schon hat man einen Überblick", freut sich Müller.

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