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Artikel und Hintergründe zum Thema

Projekt ‚MARI‘

Lukas Dehling,

Intelligente Assistenzsysteme für den Mittelstand

Ein Assistenzsystem für den Mittelstand – mobil, intelligent und modular: Das ist das Ziel des vom Institut für industrielle Informationstechnik initiierten Projekts ‚MARI‘.

Auftakt-Projekttreffen: Vertreter der beteiligten Forschungsinstitute und Unternehmen trafen sich in der SmartFactoryOWL, um die nächsten gemeinsamen Schritte festzulegen (links im Bild Projektleiter Carsten Röcker).

© CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT)

Assistenzsysteme zur Unterstützung der Fertigung, Montage und Qualitätssicherung sind derzeit in KMU wenig verbreitet. Um zukünftig Mitarbeiter in der Produktion durch solche modernen Technologien zu unterstützen, „bedarf es insbesondere neuer mobiler Lösungen, die überall in den Unternehmen eingesetzt werden können und nicht an stationäre Arbeitsplätze gebunden sind“, erläutert Professor Carsten Röcker, Projektleiter und Vorstand am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT).

Hier setzt das Forschungsvorhaben „MARI“ an, das Mitte Juli gestartet ist und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 450.000 Euro über eine Projektlaufzeit von vier Jahren gefördert wird. Der Projektname MARI steht für "Augmented-Reality-Assistenzsysteme für mobile Anwendungsszenarien in der Industrie“. Als Kooperationspartner sind neben dem Institut (inIT) der Hochschule OWL die Unternehmen Bosch Rexroth und Wassermann Technologie am Forschungsvorhaben beteiligt. Das Fraunhofer-Anwendungszentrum IOSB-INA unterstützt das Projekt wissenschaftlich.

Gemeinsam mit den Partnern aus der Industrie und Forschung wollen die Lemgoer Wissenschaftler dabei den Prototypen eines modularen und intelligenten Augmented-Reality-basierten Assistenzsystems für mobile Anwendungsszenarien in KMU entwickeln und evaluieren.

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Mobil, intelligent und modular

Zum Ziel des Forschungsvorhabens sagt Röcker: “Das zu entwickelnde System wird mobil sein und ist dadurch für viele Anwendungsszenarien geeignet. Indem es neue Tätigkeiten bereits während der einmaligen Durchführung erlernt und ein breites Spektrum industrieller Tätigkeiten abdeckt, können die Beschäftigten auch mittels Künstlicher Intelligenz unterstützt werden.” Der modulare Aufbau soll eine einfache und schnelle Anpassung des Systems an verschiedene Tätigkeiten in der Fertigung, Montage oder Qualitätssicherung ermöglichen. Das System kann laut inIT durch die integrierte Sensorik Arbeitstätigkeiten multimodal erkennen, analysieren und hieraus Modelle für die zukünftige Assistenz von manuellen Tätigkeiten bilden.

Durch den modularen Aufbau sollen sich so auch verschiedene Komponenten zur Interaktion je nach Anwendung kombinieren lassen: “Über eine generische Schnittstelle können verschiedene Interaktionsgeräte angeschlossen werden, wie Wearables, AR-Datenbrillen oder Eyetracker, die untereinander kombiniert werden können”, erläutert Röcker das Vorgehen. Beschäftigte könnten so die für den aktuellen Anwendungsfall passenden Interaktionsgeräte nutzen: Beispielsweise kann von einem Tablet mit Projektion auf eine AR-Brille gewechselt werden, wenn etwa freie Hände zur Reparatur einer Anlage benötigt werden.

Für die Lemgoer Wissenschaftler sind intelligente Assistenzsysteme der Schlüssel, um die steigende Komplexität der Anlagen für Menschen handhabbar zu machen.

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