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Artikel und Hintergründe zum Thema

ABB Deutschland

Stefan Kuppinger,

Industrieautomation und Antriebe überzeugen

ABB Deutschland hat sich im Geschäftsjahr 2011 erfolgreich behauptet. Mit dazu beigetragen hat der Bereich Industrieautomation und Antriebe mit hohen Zuwächsen bei Umsatz und Auftragseingang.

Die deutsche Landesgesellschaft des ABB-Konzerns hat 2011 den Umsatz um 13 Prozent auf 3,43 Milliarden Euro gegenüber 3,03 Milliarden Euro steigern können. Hier wirkte sich vor allem die Abrechnung der Offshore-Windpark-Projekte in der Nordsee positiv aus. Der höhere Umsatz begünstigte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das von 290 Millionen Euro um zwei Prozent auf 295 Millionen Euro zulegte.

Der Zuwachs beim Auftragseingang fiel dagegen marginal aus: Nach 3,74 Milliarden Euro in 2010 wurden letztes Jahr Aufträge in Höhe von 3,76 Milliarden Euro abgeschlossen. Wichtigste Stütze war dabei der Heimmarkt: 60 Prozent der Aufträge kamen aus dem Inland, nur 20 Prozent aus Ländern außerhalb Europas

Der Bereich Energietechnik-Systeme musste mit einem Auftragseingang von 1,22 Milliarden Euro einen leichten Rückgang um drei Prozent hinnehmen (2010: 1,26 Milliarden Euro). Investitionen in den Netzausbau werden nur sehr zögerlich getätigt. Dagegen stieg der Umsatz aufgrund der Windpark-Projekte um 46 Prozent von 621 Millionen Euro auf 905 Millionen Euro. Bei den Energietechnik-Produkten waren beide Kennzahlen rückläufig: Der Auftragseingang lag mit 783 Millionen Euro um acht Prozent unter dem Vorjahreswert von 848 Millionen Euro. Der Umsatz belief sich auf 803 Millionen Euro, das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr (849 Millionen Euro).

Ganz anders die Situation in den Geschäftsbereichen Automatisierungstechnik: Der 2010 formierte Geschäftsbereich Industrieautomation und Antriebe konnte nach einem ausgezeichneten Vorjahr wiederum überzeugen. Der Auftragseingang lag bei 464 Millionen Euro gegenüber 373 Millionen Euro in 2010 (+ 24 Prozent). Impulse setzte hier vor allem der Maschinenbau. Der Umsatz belief sich auf 419 Millionen Euro, was gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 (338 Millionen Euro) ebenfalls einem Anstieg von 24 Prozent entspricht. Bei der Prozessautomation lag der Auftragseingang mit 511 Millionen Euro um drei Prozent über dem Vorjahreswert (494 Millionen Euro). Der Umsatz gab allerdings nach einem Minus von 3 Prozent im Jahr 2010 nochmals um weitere zwei Prozent nach: Ausgewiesen wurden 500 Millionen Euro gegenüber 511 Millionen Euro im Jahr 2010. Im Jahr 2009 betrug der Umsatz 528 Millionen Euro.

Das Inlandsgeschäft rund um die Gebäudeinstallation und das Industriesegment sorgte für gute Zahlen im Bereich Niederspannung. Auch das 2010 sehr stark gewachsene Segment Solar konnte nochmals leicht zulegen. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs stieg um vier Prozent auf 850 Millionen Euro (2010: 819 Millionen Euro). Der Umsatz wuchs um sieben Prozent auf 862 Millionen Euro (2010: 806 Millionen Euro).

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