Leittechnik/Geräte-Integration
FDI-Kooperation hat sich formiert
Seit der Mitarbeit aller relevanten Leitsystemhersteller kommt Dynamik in die Entwicklung der FDI-Cooperation (FDIC) : Ende 2010 soll die Spezifikation der Future Device Integration-Technologie fertig gestellt sein und in Zukunft eine einheitliche Integration und Parametrierung von Feldgeräten in Leitsystemen ermöglichen. Den aktuellen Status erläuterte Hans-Georg Kumpfmüller (im Bild), Leiter des FDIC-Steering Committees, auf der Hannover Messe.
Mittlerweile arbeiten über 25 Experten in den verschiedenen Arbeitsgruppen an der Umsetzung der Future Device Integration. Als Projektleiter wurde Achim Laubenstein von der Firma ABB bestimmt.
Weltweit führende Lieferanten wie ABB, Emerson Process Management, Endress+Hauser, Honeywell, Invensys, Siemens und Yokogawa erweitern seit Herbst 2009 das EDDL Cooperation Team (ECT), das seitdem unter dem Namen FDI Cooperation agiert.
Neben der geplanten Fertigstellung der FDI-Spezifikation bis Ende 2010, arbeitet das in mehrere Gruppen gegliederte Projekt-Team auch an einer Lösung, die in Nuancen unterschiedlichen EDD-Interpreter für Hart, Foundation-Fieldbus und Profibus zu harmonisieren. „Ein Jahr später - Ende 1011 - stehen dann auch die notwendigen Test-Spezifikationen und -Tools zur Verfügung, mit denen die Geräte- und Leitsystemhersteller ihre FDI-Lösungen testen können," betont Hans-Georg Kumpfmüller, Vorsitzender des FDIC Steering Committees, auf der Hannover Messe. Als Leiter des Projekts wurde Achim Laubenstein von der Firma ABB gewählt - er wird die verschiedenen Teams koordinieren.
Der Nutzen von FDI besteht darin, dass Endanwender mit einem FDT- oder EDDL-basierten Leitsystem nur noch ein Beschreibungspaket (FDI Device Package) für die Integration von Feldgeräten benötigen. Kosteneinsparungen bei der Instandhaltung und Wartung von Feldinstallationen werden dadurch erzielt, dass Hersteller nicht mehr verschiedene Gerätebeschreibungen bereitstellen müssen.
Im Interview dazu: Hans-Georg Kumpfmüller, FDI-Cooperation
Ziel des FDI-Projekts ist, Anwendern skalierbare Lösungen für verschiedene Applikationen bereitzustellen - von einfachen Konfigurationen bis hin zum Management anspruchsvoller Feldgeräte. Zum Beispiel werden FDI Device Packages für die Anwendung „Ventildiagnose" unabhängig vom Leitsystem immer die gleiche Funktionalität liefern.
2007 gestartet, umfasste das FDI-Projekt zunächst die fünf Interessenverbände FDT Group, Fieldbus Foundation, HART Communications Foundation, Profibus/Profinet und die OPC-Foundation. Im Oktober 2009 erweiterte sich diese Kooperation um die Mitgliedschaft der sieben Automatisierungslieferanten. Gleichzeitig wurde der Aufgabenbereich um gemeinsame Design- und Konformitätstest-Tools und die standardisierte Anwendung von EDDL in den Hart-, FF- und Profibus-Protokollen erweitert.











