Produkt- und Markenpiraterie

Davina Spohn,

Start frei für Negativpreis 'Plagiarius 2015'

Die Aktion Plagiarius ruft zur Bewerbung für den Negativpreis 'Plagiarius 2015' auf. Teilnehmen können Unternehmen, deren Produkte zum Opfer von Nachahmungen und Fälschungen geworden sind. Das Ziel: Das Bewusstsein der Verbraucher für Produkt- und Markenpiraterie soll gestärkt und Plagiatoren abgeschreckt werden.

Der Schaltschrank 'TS 8' von Rittal fiel 2011 einem Plagiator zum Opfer. Der Produktfälscher Shanghai HaoFuMan Electricity Equipment erhielt dafür den Negativpreis 'Plagiarius 2011'.

© Aktion Plagiarius

Bereits seit 1977 stellt die Aktion 'Plagiarius' mit ihrem Negativpreis die Geschäftspraktiken von Nachahmern, die Design und technische Lösungen kopieren und vertreiben, öffentlich an den Pranger. Mit Rittal und Festo finden sich auch aus der Automatisierungsindustrie Opfer der Produktfälscher.

Ab sofort sind Unternehmen, Designer und Erfinder dazu aufgefordert, vermeintliche Nachahmer ihres Produktes als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen. Einzureichen sind:

  • Originalprodukt (sofern die Verpackung nachgemacht wurde in Original-Verpackung)
  • vermeintliches Plagiat (inklusive Verpackung)
  • ausgefülltes Anmeldeformular(1 x ausgedruckt, 1 x per E-Mail an [email protected])
  • Korrespondenz mit dem Plagiator, falls erfolgt
  • Kopien von eingetragenen Schutzrechten (Urkunden), falls angemeldet
  • weitere Hintergrundinformationen, die der Jury behilflich sein könnten (kurz/ präzise)

Einsendeschluss ist der 30. November 2014.

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Die Verleihung des Negativ-Preises 'Plagiarius 2015' findet im Rahmen einer Pressekonferenz am 13. Februar 2015 auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt statt. Alle eingereichten Originale und Plagiate werden während der Messe im Foyer 5.1 / 6.1 an prominenter Stelle ausgestellt. Anschließend präsentiert die Aktion Plagiarius die Preisträger-Objekte unter anderem im gleichnamigen Museum in Solingen und bei weltweiten Wanderausstellungen einem breiten Publikum.

Laut der Aktion lohnt sich die Wettbewerbsteilnahme: Die Angst vor öffentlicher Blamage habe schon so manchen Plagiator dazu gebracht etwa Restbestände vom Markt zu nehmen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder seine Lieferanten preiszugeben. Zudem sind Praxis-Beispiele von Produkt- und Markenpiraterie wichtig für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Konsumenten.

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