Formula Student Germany 2011

Thomas Günnel,

Deutsches Team siegreich

Für sechs Tage war der Hockenheimring in der Hand rennbegeisterter Studenten: Bei der Formula Students 2011 vom 2. bis 7. August fuhren 109 Teams aus 25 Nationen in selbstgebauten Rennwagen um die vorderen Plätze. Die Gewinner kommen aus Deutschland und den Niederlanden.

© Formula Student Germany e.V., Hirvonen

Die Teams der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg und der niederländischen TU Delft sicherten sich in der Gesamtwertung den jeweils ersten Platz in den Kategorien Verbrennungs- und Elektromotor. Die Ravensburger verwiesen damit im traditionellen Wettbewerb mit Verbrennungsmotoren die Teams der TU München und der Universität Stuttgart auf den zweiten und dritten Platz. In der Klasse der Elektrofahrzeuge ließ das DUT Racing Team der TU Delft die ETH Zürich und die DHBW Ravensburg hinter sich.

Mehr als 6000 Zuschauer bejubelten über 2700 Studenten aus Europa, Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika. Die Nachwuchsingenieure konstruierten ein Jahr lang ihre Rennwagen und bewiesen an den Wettbewerbstagen ihr Können in Disziplinen wie Beschleunigung, Ausdauer, Treibstoff-/Energieeffizienz, Design und Finanzplanung – aus denen am Ende die Gesamtwertung erfolgte. Insgesamt nahmen an dem vom VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. bereits zum sechsten Mal ausgerichteten Wettbewerb 109 Teams aus 25 Nationen teil, nach Aussagen des Veranstalters ein neuer Teilnehmerrekord.

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Insgesamt 78 Teams gingen bei der FSC (Formula Student Combustion) mit Verbrennungsmotoren an den Start. Bei der zweiten Formula Student Electric starteten 31 Teams – doppelt so viele wie bei der Premiere im Jahr 2010. Sie traten dabei in den gleichen Wettbewerbsdisziplinen wie die Verbrenner an. Highlight war hier das 22 Kilometer lange Ausdauerrennen bei Nacht.

Tim Hannig, Vorsitzender der Formula Student Germany, sieht in dem Wettbewerb mehr als ein Hobby der Teilnehmer: „Gerade für Nachwuchsingenieure ist es heutzutage sehr wichtig, Innovationen insbesondere  mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Sie arbeiten schließlich zukünftig an den Lösungen für eine umweltschonende Mobilität.“ Neben den Studierenden profitieren von dem Wettbewerb auch zukünftige Arbeitgeber. Unterstützung erhält der Konstruktionswettbewerb von Audi, Autodesk, BMW, Bosch, Brunel, Continental, Daimler, Dekra, Harting, Henkel, IAV, Mahle, MAN Truck & Bus, SKF, Tognum, VW und ZF.

Preis für Energieeffizienz

Der Preis für Energieeffizienz geht an das Team der TU Graz.

© Formula Student Germany e.V., Almonat

Wie schon im Jahr 2010, als der erste Wettkampf der Formula Student Electric stattfand, lobte Harting auch in diesem Jahr einen Preis für das energieeffizienteste Fahrzeug aus. Gewonnen hat das Team der TU Graz: Ihr Fahrzeug punktete mit dem besten Zusammenspiel aus Geschwindigkeit und Energieverbrauch.

Neben Harting vergaben weitere Sponsoren Sonderpreise. Die Daimler AG zum Beispiel für den besten integrierten Elektroantrieb, Bosch für das beste Energiemanagement-System oder Audi für das beste Leichtbaukonzept. Der Veranstalter selbst vergab den Media Award – für das beste 30-Sekündige Video zur Formula Student Germany.

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