MWC 2024
Telekom präsentiert »Mobilfunk-Mast-to-go«
Ein Sendemast für die temporäre Netzabdeckung auf Firmengeländen, Baustellen oder in Katastrophengebieten - der »Mobilfunk-Mast-to-go« mit sektorisierter Antenne zeigt sich flexibel in vielerei Hinsicht.
Die auf dem MWC präsentierte neue Version des Mobilfunk-Masts-to-go zeichnet sich sowohl durch die kompakte und leichte Bauart als auch durch eine sektorisierte Antenne aus. Anders als bei der bisher genutzten Rundstrahlantenne ermöglicht diese mit bis zu drei Sektoren, bestimmte Bereiche gezielter auszuleuchten, um eine verbesserte Mobilfunk-Abdeckung zu gewährleisten. Die sektorisierte Antenne kann ihr Signal dann nicht mehr nur kreisförmig abstrahlen, sondern direkt in die gewünschte Richtung. Die drei Sektoren liefern laut Telekom insgesamt mehr Mobilfunk-Kapazität – durch bis zu drei verfügbare Frequenzbereiche. Der Mast unterstützt sowohl 5G als auch LTE und kann die Antennen bis auf acht Meter Höhe ausfahren.
Frequenzen für die Industrie
Mit der neuen Antennen-Technik sind mehr Mobilfunk-Frequenzen nutzbar. Die erste Version des kompakten Sendemasts ermöglichte bisher LTE und 5G über Frequenzen im Bereich 2,6 und 3,6 Gigahertz. Die Antennen der neuen Version funken jetzt auch bei 1,8 und 2,1 Gigahertz sowie auf den 5G-Frequenzen im Bereich 3,7 Gigahertz. Diese sogenannten »Industriefrequenzen« werden von der Bundesnetzagentur zugeteilt und kommen in Campusnetzen von Geschäftskunden zum Einsatz – beispielsweise für den maschinellen Datenverkehr in der vernetzen Produktion. Somit lässt sich die neuste Version des Micro-Container noch besser in solche privaten 5G-Netze integrieren.
Technik im Micro-Container
Auch für die neueste Version gilt: Die gesamte Mobilfunk-Sendetechnik passt in einen kompakten Micro-Container (Länge: 1,6 Meter, Breite: 2 Meter, Höhe: 2,6 Meter). Laut Telekom kann der Mast innerhalb von einer Stunde von einer Person aufgebaut und einsatzbereit gemacht werden. Der Micro-Container lässt sich lokal an das Stromnetz anschließen oder über mobile Energiequellen betreiben. Eine Anbindung ans Datennetz ist über Glasfaser oder Richtfunk oder per Satellit realisierbar.
Der Mast im Praxistest
Ein Prototyp war bereits im Einsatz bei Implenia, einem Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister, um eine im Tal gelegene Brückenbaustelle mit 5G und 4G/LTE zu versorgen. Auch flaschenpost SE, ein Lieferdienst für Getränke und Lebensmittel nutzt die zusätzliche 5G-Versorgung innerhalb einer Logistikhalle, um die betrieblichen Prozesse zu digitalisieren und zu beschleunigen.












