Hewlett Packard Enterprise

Meinrad Happcher | Tiffany Dinges,

Start einer offenen 5G-Plattform

Hewlett Packard Enterprise (HPE) bringt mit dem 5G Core Stack eine offene, cloud-native 5G-Kernnetz-Plattform auf den Markt. Vorteil für den Betreiber: Sie soll die Abhängigkeit von Netzausrüstern vermeiden.

Die Robotik ist eine der möglichen Anwendungen für 5G in der Industrie.

© HMS Networks

Die Plattform 5G Core Stack ist von HPE als eine vorintegrierte Software- und Hardwarelösung im As-a-Service-Modell gedacht. Damit sollen Netzbetreiber nur das zahlen müssen, was sie auch wirklich nutzen. Sprich: Sie müssen weniger für den Aufbau des 5G-Kernnetzes investieren, und sie können schneller neue Einnahmequellen mit 5G erschließen. 

Einige Netzbetreiber haben schon begonnen, 5G-Zugangsnetze (Radio Access Networks) bereitzustellen. Der volle Nutzen von 5G erschließt sich aber erst, wenn diese mit 5G-Kernnetzen kombiniert werden. Das erlaubt ein ganzheitliches Management, eine gemeinsame Datennutzung und das sogenannte „Slicing“, also die Aufteilung in virtuelle 5G-Netze für bestimmte Einsatzzwecke. Allerdings ist noch weitgehend unklar, wie genau die Leistungsprofile für die einzelnen Anwendungsfälle beschaffen sein müssen. Durch die Bereitstellung des 5G Core Stack über das As-a-Service-Portfolio Greenlake lässt sich laut HPE der Leistungsumfang des Kernnetzes entsprechend der Anforderungen anpassen.

»In ein neues 5G-Netzwerk zu investieren, bevor Umsatz zurückfließt, ist für viele Netzbetreiber eine finanzielle Herausforderung«, sagt Phil Mottram, Vice President und General Manager des HPE-Geschäftsbereichs Communications and Media Solutions. »Mit dem 5G Core Stack können sie die Bereitstellung heute starten und die Infrastruktur bezahlen, wenn ihre Umsätze wachsen.«

Anzeige

Unabhängig von Netzausrüstern

Mit dem erweiterbaren 5G-Kernnetz können die Unternehmen zudem die Abhängigkeit von Netzausrüstern vermeiden. Traditionell ist die Telko-Branche auf proprietäre, vertikal integrierte Systeme angewiesen. Mit dem HPE 5G Core Stack dagegen lassen sich Netzwerkfunktionen nach Bedarf austauschen.

»Offenheit ist für den evolutionären Charakter von 5G unerlässlich«, so Mottram. »In Zukunft werden Dienste über 3G-, 4G-, 5G-, Wi-Fi- und Edge-Netzwerke bereitgestellt werden. Deshalb müssen Dienste-Anbieter ihre Betriebskosten senken und für mehrere Technologien offen sein, ohne sich auf einen Netzausrüster festzulegen.«

Der 5G Core Stack soll weltweit in der zweiten Jahreshälfte 2020 als As-a-Service-Angebot über HPE GreenLake verfügbar sein. Es ist eine voll ausgestattete, schlüsselfertige Lösung für das 5G-Kernnetz, wurde von Grund auf als Cloud-native Lösung entwickelt und umfasst containerisierte Netzwerkfunktionen (CNF) von HPE und Partnern, ein Shared Data Environment (SDE), eine gemeinsame PaaS-Architektur (Platform as a Service), Ende-zu-Ende-Management und -Orchestrierung (MANO) und ein Automatisierungs-Framework.

HPE hat außerdem den neuen Service Aruba Air Pass angekündigt, der einen nahtlosen Übergang zwischen Mobil- und WLAN-Netzen ermöglicht. In Kombination mit der Technologie Aruba Air Slice können Netzbetreiber ihre 5G-Reichweite zu WLAN-Nutzern und IoT-Geräten in den Unternehmen erweitern. 

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Deutsche Telekom

5G-Partner für smarte Fabriken

Die Deutsche Telekom baut ihr 5G-Ökosystem für die Industrie weiter aus. Neben der Partnerschaft mit dem Netzausrüster Ericsson kommen nun drei Spezialisten für smarte Produktion und Entwicklung hinzu: EK Automation, Konica Minolta und...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

6G-Entwicklung

Keysight und Ericsson testen Pre-6G

Keysight Technologies und Ericsson haben die Interoperabilität einer Pre-6G-Basisstation mit Geräteprototypen validiert. Zum Einsatz kam eine Analyseplattform zur Dekodierung und Auswertung von Funksignalen in realer Netzwerkinfrastruktur.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren