Drahtlose Kommunikation

Davina Spohn,

NXP und Cisco forcieren die Vernetzung von Fahrzeugen

Zusammen mit Cisco Systems investiert der niederländische Chiphersteller NXP Semiconductors in den australischen Spezialisten für Fahrzeug-Funktechnologie Cohda Wireless. Die Technologieunternehmen wollen damit dem Internet der Dinge in der Automobilindustrie zum Durchbruch verhelfen.

© dpa

Von der Investition in Cohda Wireless soll der Ausbau intelligenter Verkehrsmanagement-Systeme profitieren, sowie die drahtlose Kommunikation von Fahrzeugen untereinander (Car-to-Car, C2C) und mit der Verkehrsinfrastruktur (Car-to-Infrastructur, C2I). Zu finanziellen Details bewahren die drei beteiligten Unternehmen jedoch Stillschweigen.  

Gemeinsames Ziel ist es, die Datenübertragung bei der C2C- und C2I-Kommunikation noch zuverlässiger zu machen - selbst bei hohen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Umweltbedingungen (Landstraße versus enge Häuserschluchten). Das im Jahr 2004 am Institut für Telekommunikationsforschung der Universität von Südaustralien gegründete Unternehmen Cohda Wireless liefert dazu seine Funktechnik. Diese setzt auf dem WLAN-Standard 802.11p auf und ermöglicht laut Kurt Sievert, Geschäftsführer von NXP Deutschland, ein höheres Leistungsniveau als herkömmliche WLAN IEEE 802.11-Transceiver. Damit soll eine zuverlässige Kommunikation zwischen den Fahrzeugen gewährleistet werden. Der optimierte Funkempfang soll es den Fahrzeugen ermöglichen, zuverlässig sogar durch Hindernisse oder um Kurven zu 'sehen'. Autofahrer können damit rechtzeitig vor Unfällen, außer Kontrolle geratenen Fahrzeugen oder anderen Gefahren auf ihrer Strecke gewarnt werden.

NXP möchte die 802.11p-Technologie von Cohda mit seinem NXP-Chipsatz exklusiv als One-Stop-Shop für Automobilkunden lizenzieren. Zum Einsatz kommt die 'Software Defined Radio'-Platform von NXP, die unter anderem für automotive-tauglichen Datenschutz sorgen soll. Das Unternehmen Cisco will die Automobil- und Verkehrsindustrie bei der Entwicklung der Netzwerke unterstützen

Die drei Technologieunternehmen haben nach eigener Aussage bereits Fahrzeuge und Verkehrsanlagen mit ihren Systemen ausgestattet. Diese werden derzeit nach globalen Standards in umfangreichen Feldtests erprobt. Laut Sievert ist der Serieneinsatz erster gemeinsamer Produkte für 2015 anvisiert.

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