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Artikel und Hintergründe zum Thema

Normung

Corinne Schindlbeck,

Normungs-Roadmap zu Industrie 4.0 aktualisiert

"Kommunikation" und "Mensch in der Industrie 4.0" sind neue Bestandteile der aktualisierten Normungs-Roadmap von DIN/DKE zu Industrie 4.0.

Einzug gehalten hat "Der Mensch in der Industrie 4.0": Arbeit soll besser und menschengerecht gestaltet werden, der Mensch nicht wie bisher die Maschine bedienen, sondern Mensch und Maschine ebenbürtiger und intuitiver zusammenarbeiten.

© Fraunhofer

Welche Standards bereits existieren und wo noch Bedarf ist, steht in der aktualisierten Normungs-Roadmap Industrie 4.0, die DIN und DKE heute veröffentlicht haben. An der Erarbeitung waren Vertreter aus der Industrie, von Verbänden und aus Wissenschaft und Forschung beteiligt.

Inhaltliche Schwerpunkte der zweiten Ausgabe sind die Themen "Mensch in der Industrie 4.0", "Kommunikation" und "Sicherheit". Die neue Version enthält eine Übersicht über bereits vorhandene Normen und Standards im Bereich von Industrie 4.0. Zudem gibt sie basierend auf den identifizierten Normungsbedarfen Handlungsempfehlungen.

"Die Normungs-Roadmap ist ein lebendes Dokument, das ständig den aktuellen Entwicklungen entsprechend weiterentwickelt wird", so Dr. Günter Hörcher, Leiter des DIN/DKE-Arbeitskreises Normungs-Roadmap Industrie 4.0 und Leiter der Forschungsstrategie beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA). So seien zahlreiche Empfehlungen aus der ersten Version der Roadmap, die im November 2013 erschien, bereits umsetzt. Ein Beispiel: das Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0. Es bildet einen dreidimensionalen Rahmen, in dem die Normungsaktivitäten aller beteiligten Branchen verortet und miteinander in Beziehung gesetzt werden können.

RAMI 4.0 erlaubt die schrittweise Migration aus der heutigen Welt in die Industrie 4.0-Welt und vereinfacht die Kooperation und Kommunikation der verschiedenen Branchen in Sachen Standardisierung. Das Modell wird als DIN SPEC 91345 voraussichtlich Anfang 2016 sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache veröffentlicht und dann in die internationale Normung eingebracht.

Die wichtigste und kritische Neuerung der Systeme der Industrie 4.0 gegenüber den Systemen der heutigen Automatisierungstechnik ist die intensive Nutzung offener Kommunikationssysteme, das heißt nicht nur des Internets, sondern auch beispielsweise von Funk und Mobiltelefonie. Neben Fragen der weltweiten Interoperabilität aller Kommunikationspartner und der Verfügbarkeit der Datennetze gilt es hier insbesondere die Informationssicherheit zu gewährleisten. Dazu spricht die Roadmap Empfehlungen aus.

Ein weiterer neuer Schwerpunkt ist "Der Mensch in der Industrie 4.0": Arbeit soll besser und menschengerecht gestaltet werden, der Mensch nicht wie bisher die Maschine bedienen, sondern Mensch und Maschine ebenbürtiger und intuitiver zusammenarbeiten. In einem eigens zu diesem Thema organisierten Workshop diskutierten Experten Chancen und auch Risiken dieser neuen Art der Zusammenarbeit. Die erarbeiteten Handlungsempfehlungen sind Bestandteil der neuen Normungs-Roadmap.

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