Kooperation
Siemens und Alibaba vertiefen KI-Allianz
Siemens und Alibaba Cloud bauen ihre Zusammenarbeit aus. Im Fokus stehen cloudbasierte Simulationen und industrielle KI-Anwendungen. Ziel ist es, Engineering-Prozesse skalierbar bereitzustellen und KI stärker in Produktentwicklung und Fertigung zu integrieren.
Siemens und Alibaba Cloud haben eine Erweiterung ihrer Partnerschaft bekannt gegeben, um den Einsatz von Simulationstechnologien und künstlicher Intelligenz in der Industrie voranzutreiben. Im Zentrum steht die Bereitstellung von Computer-Aided Engineering (CAE) als Infrastructure-as-a-Service (IaaS) für Kunden in China.
Hintergrund ist die wachsende Bedeutung von KI in industriellen Anwendungen. Laut IDC könnten die weltweiten Ausgaben für KI-Lösungen bis 2028 die Marke von 600 Milliarden US-Dollar überschreiten. PwC geht zudem davon aus, dass KI bis 2030 bis zu 15,7 Billionen US-Dollar zur globalen Wirtschaftsleistung beitragen kann. Insbesondere in Bereichen wie Engineering, Fertigung und Produktentwicklung werden Effizienzgewinne erwartet.
Auf dem Siemens RXD Summit in Peking verwies Joe Tsai, Chairman der Alibaba Group, auf die zunehmende Relevanz von Cloud-Infrastrukturen für den KI-Einsatz in Unternehmen. Fortschritte bei großen Sprachmodellen und KI-Agenten verändern demnach die Wissensarbeit. Systeme seien zunehmend in der Lage, Aufgaben zu planen, Schlussfolgerungen zu ziehen und mit Unternehmensdaten zu interagieren. Tsai bezeichnete diese als „virtuelle Wissensarbeiter“ und verwies darauf, dass in einer globalen Wirtschaft von rund 110 Billionen US-Dollar etwa 50 Billionen auf wissensbasierte Tätigkeiten entfallen.
Im Rahmen der Partnerschaft kombiniert Siemens sein Simulationsportfolio mit der Cloud-Infrastruktur von Alibaba. Geplant ist, cloudbasierte CAE-Lösungen auf der Plattform von Alibaba Cloud zu validieren und bereitzustellen. Nutzer sollen Zugriff auf skalierbare Simulationsumgebungen erhalten, darunter virtuelle Systeme und Hochleistungsrechencluster.
Damit können Engineering-Teams komplexe Simulationen effizienter durchführen, ohne eigene Rechenkapazitäten vorhalten zu müssen. Gleichzeitig ermöglicht die Cloud-Infrastruktur eine flexible Anpassung an unterschiedliche Lastanforderungen.
Darüber hinaus prüfen beide Unternehmen die Integration der großen Sprachmodelle Qwen von Alibaba in die Product-Lifecycle-Management-Software von Siemens. Ziel ist es, KI-gestützte Engineering-Workflows zu entwickeln und die Produktentwicklung stärker zu automatisieren.











