ZVEI-Fachverband Automation
Automation als das Rückgrat der Industrie
Automatisierungstechnik ist eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Um das Ziel zu erreichen, müsse man allerdings zusammenarbeiten, so der ZVEI-Fachverband Automation.
»Automationstechnologien sind die Grundlage für eine flexiblere, produktivere, sicherere und nachhaltigere Industrie und stellen damit einen wesentlichen Schlüssel für den Wandel zu einer klimaneutralen und nachhaltigeren Gesellschaft dar«, sagt Rainer Brehm, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation, im Rahmen der ZVEI-Pressekonferenz. Um die Transformation der Industrie weiter voranzutreiben, müsse man jedoch zusammenarbeiten, so Brehm weiter. Denn: »Nur mit ganzheit- lichen Lösungen einer automatisierten Industrie über Unternehmensgrenzen hinweg, schaffen wir das.«
Eine wesentliche Vorraussetzung für die Transformation hin zu Klimaneutralität und Nachhaltigkeit sind verbindliche Standards für Datenmodelle und Plattformen. In der Initiative Manufacturing-X sollen diese mit erarbeitet werden. »Datenräume werden das Rückgrat für die Vernetzung von Industrien sein. Sie werden nachhaltige, resiliente und wettbewerbsfähige Produktionen«, so Brehm. Bereits Mitte dieses Jahres hatte der Fachverband in einer gemeinsamen Studie mit dem VDMA gezeigt, wie so ein Datenraum konzipiert sein kann. Interessierte Messebsucher können sich am Stand des ZVEI selbst ein Bild davon machen, wie mit vernetzten Systemen Daten ausgetauscht werden können: Mit dem ZVEI-Showcase PCF@ControlCabinet und dem Demonstrator zum Software Nameplate wird gezeigt, wie der digitale Zwilling in Form der Asset Administration Shell umgesetzt wird.
Automation ein globaler Wachstumsmarkt
Der globale Automationsmarkt ist weiter auf Wachstumskurs. Seit 2010 weist dieser ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 6 % auf. Im Jahr 2022 konnte der Markt in Europa um 20 %, in Amerika um 18 % und der asiatische Markt (inkl. China) um 60 % zulegen. Deutschland als Export- nation profitierte von diesem Trend: Die Gesamtexporte der deutschen Automation lag in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres 11,8 % über dem Vorjahr. Die Ausfuhren in die USA legten um 27,3 % zu, in die EU um 13,7 % und in das übrige Europa um 11,6 % zu. Die Lieferungen nach China, die für einen Exportanteil von 14 % standen, reduzierten sich im Zeitraum von Januar bis August 2023 um 1,6 %.
Der Umsatz der deutschen Automation betrug von Januar bis September 2023 47,6 Milliarden Euro (+11,6 % zum Vorjahreszeitraum). Die preisbereinigte Produktion in Deutschland konnte im gleichen Zeitraum nur um 4,8 % zulegen. Der Auftragseingang ging um 5,1 % zurück. Im Moment arbeiten die Unternehmen das Auftragspolster ab. Durch den rückläufigen Auftragseingang wird für das Gesamtjahr 2023 mit einer weiteren Abschwächung gerechnet. »Wir sehen seit Mitte des Jahres einen deutlichen Rückgang der Auftragseingänge und ein zunehmendes Auseinanderklaffen zwischen Auftragseingang und Umsatz. Somit passt sich die Automation der Konjunktur ihrer Abnehmerbranchen an«, so Brehm.
Eine Vorhersage für 2024 sei schwierig. Brehm betonte aber, dass Megatrends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung »Rückenwind für die Automatisierung« seien.
Der ZVEI auf der SPS 2023: Halle 3, Stand 331













