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Quartalszahlen Q2/2021

Gewinnsprung für Siemens

07. Mai 2021, 08:05 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Gewinnsprung für Siemens
© Siemens AG

Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG

Von 697 Mio. auf 2,4 Mrd. Euro stieg der Gewinn von Siemens im Vergleich zum Vorjahr. Treiber waren neben der Automobilindustrie der Maschinenbau und die Software-Aktivitäten. Der Flender-Verkauf tat sein Übriges dazu.

Siemens zweites Quartal 2021 ist geprägt von einem Gewinnsprung: Der Gewinn nach Steuern stieg im Vergleichszeitraum 2020 zu 2021 sprunghaft von 697 Mio. Euro auf 2,390 Mrd. Euro an. Der Auftragseingang wuchs auf vergleichbarer Basis um 11 % von 14,664 Mrd. Euro in Q2/2020 auf 15,879 Mrd. Euro in Q2/2021. Die Umsatzerlöse betrugen 13,784 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum 2020, 14,665 Mrd. Euro im abgeschlossen Q2/2021. »Unsere Kunden bringen uns großes Vertrauen entgegen. Das zeigen Auftragslage und Umsatz im zweiten Quartal eindrucksvoll«, freut sich Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Steigende Gewinnerwartung

Bereits bei der Präsentation der Zahlen am 3. Februar für das erste Quartal 2021 verkündete der Konzern in nahezu allen Segmenten ein Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum und hob die Jahresprognose von einem erwarteten Gewinn nach Steuern auf einen Bereich von 5,0 bis 5,5 Mrd. Euro an. Im 2. Quartal setzte sich der Trend fort. Finanzvorstand Ralf P. Thomas: »Wachstumsimpulse kamen insbesondere aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und unserem Softwaregeschäft sowie, geografisch betrachtet, aus China. Neben der erfreulichen Margenentwicklung in den Industriellen Geschäften hat sich auch unser erfolgreiches Portfolio-Management ausgezahlt. Zudem erzielte Siemens erneut einen exzellenten Cashflow. Auf dieser Basis sehen wir noch zuversichtlicher auf die zweite Hälfte unseres Geschäftsjahres und heben unseren Ausblick sowohl in den Industriellen Geschäften als auch für den Gewinn nach Steuern deutlich an.« Aus diesen Gründen hebt der Konzern seine Gewinnerwartungen nach Steuern noch einmal deutlich auf einen Bereich von 5,7 bis 6,2 Mrd. Euro an.

Gewinn-Push durch Verkauf von Flender

Zum Gewinnsprung trug allerdings auch der Verkauf von Flender bei. Unter diesem Namen ging die Siemens-Sparte Mechanische Antriebe (Mechanical Drives) am 1. Oktober 2017 als eigenständiges Unternehmen an den Markt. Im Oktober 2020 hatte Siemens angekündigt, den Spezialisten für mechanische und elektrische Antriebssysteme an die Carlyle Group zu verkaufen. Im März wurde die Transaktion erfolgreich abgeschlossen und Siemens konnte einen Abgangsgewinn in Höhe von 0,9 Mrd. Euro verbuchen.

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1. Gewinnsprung für Siemens
2. Industrielle Geschäfte mit zweistelligem Wachstum
3. 10 % Wachstum für Smart Infrastructure

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