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Siemens 3. Quartal 2020

Besser als erwartet

06. August 2020, 10:09 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Besser als erwartet
© Siemens

Besser abgeschnitten als erwartet hat Siemens das 3. Quartal 2020. Der Grund liegt in einem höheren Ergebnisbeitrag aus der Sparte Digital Industries.

In den vergangenen Tagen war sich die Finanzpresse ziemlich einig: Man erwartete bei Siemens schlechte Quartalszahlen. Doch die sind nun besser als erwartet. Geschuldet ist dies dem doch ganz guten Ergebnis der Sparte Digital Industries: Das bereinigte operative Ergebnis der Industriegeschäfte (EBITA) legte um 8 % auf knapp 1,8. Mrd. Euro zu. Dazu trug ein positiver Effekt bei Digital Industries in Höhe von 211 Mio. Euro bei, der die Marge mit 1,7 Prozentpunkten beeinflusste, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung am 6. August. Gemeint ist mit dem „positiven Effekt“ eine Neubewertung des Anteils an der Beteiligung an Bentley Systems.

Dennoch ist das Ergebnis im Ganzen beeinflusst von den negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie.

Starkes Software-Geschäft sorgt für Aufschwung

Aber nun von Anfang: Der Umsatz des Konzerns ging um 5 % auf 13,491 Mrd. Euro zurück, der Gewinn nach Steuern sank um 53,3 % auf 535 Mio. Euro. In Summe lag das angepasste EBITA in den Industriellen Geschäften – also dem Kern der künftigen Siemens AG mit Digital Industries, Smart Infrastructure, Siemens Mobility und Siemens Healthineers – bei 1,8 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg ist zum einen der starken Entwicklung bei Digital Industries, konkret beim Software-Geschäft, zuzurechnen. Zum anderen gab es eine leichte Zunahme der Umsatzerlöse bei Mobility; dem gegenüber stehen jedoch Rückgänge in den drei anderen industriellen Geschäften.

Der Auftragseingang ist mit 14,402 Mrd. Euro ebenfalls rückläufig (-7 %) und konnte selbst durch ein gestiegenes Volumen aus Großaufträgen nicht ins Positive gerückt werden. Als für den Rückgang im Auftragseingang verantwortlich nannte Siemens die durch die Coronavirus-Pandemie bedingte schwäre Nachfrage bei Siemens Healthineers und Smart Infrastructure.

Der Free Cash Flow konnte auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. Euro auf 2,5 Mrd. Euro gesteigert werden. Dabei trugen sämtliche Einheiten, allen voran jedoch Siemens Mobility, zu dieser deutlichen Verbesserung bei. In den „nicht fortgeführten Aktivitäten“ wurde ein positiver Free Cash Flow von 433 Mio. Euro (Q3 2019: minus 287 Mio. Euro) erreicht. Ausschlaggebend hierfür waren eine Reihe von Maßnahmen im Asset Management bei Siemens Energy.

Siemens 3. Quartal 2020

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