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Artikel und Hintergründe zum Thema

Energiewende

Günter Herkommer,

ABB fertigt CO2-neutral am Standort Lüdenscheid

Nach zweijähriger Planungs- und Bauphase hat ABB der Öffentlichkeit ihren ersten CO2-neutralen Standort in Deutschland vorgestellt. Als sichtbares Zeichen hierfür ging beim Tochterunternehmen Busch-Jaeger in Lüdenscheid am 8. Mai ein Solarkraftwerk offiziell in Betrieb.

Das zur ABB-Gruppe gehörende Unternehmen Busch-Jaeger beschäftigt in Lüdenscheid und Aue rund 1300 Mitarbeiter.

© ABB

Die Photovoltaikanlage ist Teil einer ganzheitlichen Lösung, die alle Aspekte der Energieerzeugung und -verteilung abdeckt und laut Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender von ABB Deutschland, in Lüdenscheid an Sonnentagen künftig bis zu 100 Prozent des Strombedarfs decken soll: „Mit diesem Vorzeigeprojekt zeigen wir, welche Vorteile entstehen, wenn man ein System schafft, in dem alle Komponenten digital miteinander vernetzt und im Sinne von Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung steuerbar sind.“ Das Werk des Herstellers für Gebäudeautomatisierungslösungen ist die weltweit erste CO2-neutrale und energieautarke Fabrik des ABB-Konzerns.

Die 3500 Quadratmeter große, über den Parkplätzen des Firmengeländes installierte Photovoltaikanlage werde pro Jahr rund 1100 MWh an klimaneutralem Sonnenstrom – also etwa den Jahresbedarf von 3360 Privathaushalten – liefern. In Kombination mit einem Blockheizkraftwerk, das mit der doppelten Energieeffizienz eines Kohlekraftwerks arbeitet, kann dabei rund 14 % mehr Energie erzeugt werden, als am Standort benötigt wird. Die überschüssige Produktion wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Zur Abdeckung von Bedarfsspitzen wird zusätzliche grüne Energie von der MVV Energie bezogen, was Krabbe zufolge eine 100-prozentige CO2-neutrale Produktion gewährleistet.

Neben dem Energiemanagementsystem und der Photovoltaikanlage mit Wechselrichtern vereint das Gesamtsystem weitere Technologien von ABB, die digital miteinander vernetzt sind. Für die Energiespeicherung zeichnet beispielsweise ein Batteriespeicher BESS (Battery Engine Storage System) mit einer Leistung von 200 kW und einer Kapazität von 275 kWh verantwortlich. Darüber hinaus sorgen Ladestationen, an denen Mitarbeiter und Besucher ihre Elektrofahrzeuge kostenfrei aufladen können, für eine zusätzliche Verbesserung der regionalen Ökobilanz.

In Summe werde der Vorzeigestandort jährlich etwa 630 Tonnen CO2 einsparen.

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