Bachmann Electronic

Günter Herkommer,

Windbranche sichert Wachstum

Am 1. März feierten die Mitarbeiter der Firma Bachmann Electronic die Gründung des Unternehmens durch Gerhard Bachmann (im Bild links) vor genau 40 Jahren. Nicht der einzige Grund zum Feiern: Trotz Wirtschaftskrise konnte der im österreichischen Feldkirch ansässige Steuerungstechnik-Anbieter seinen Umsatz im Jahr 2009 um 3,8 % steigern.

„Geplant war, das Vorjahresniveau von 50,4 Mio. Euro zu halten", blickt  Firmengründer Gerhard Bachmann auf das Geschäftsjahr 2009 zurück. Dass dieses Ziel mit einem realisierten Umsatz  von 52,3 Mio. Euro schließlich um knapp vier Prozent übertroffen wurde, liegt insbesondere an der Branchenfokussierung auf die Windenergie. „Bereits vor Jahren haben wir die Potenziale im Bereich der erneuerbaren Energien erkannt.

Diese Weitsicht verhalf uns jetzt durch stürmisches Gewässer", ergänzt Geschäftsführer Bernhard Zangerl (rechts im Bild). Rund 75 % der Umsätze entstammen mittlerweile dem Windenergie-Umfeld. Ein Großteil davon kommt aus Asien, wo der Ausbau der Windenergie staatlich forciert wird. Weniger erfreulich ist hingegen auch bei Bachmann der Blick auf die Zahlen  im Maschinen- und Anlagenbau, der mit rund 20 % zum Gesamtumsatz beiträgt: Minus 28 % lautet hier die Bilanz für 2009.

Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet Bachmann erneut eine deutliche Umsatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich auf rund 58 Mio. Euro. Im Sektor Windkraft rechnen die Österreicher weltweit mit einer stark steigenden Nachfrage, vor allem aus Asien. Weiterhin sollen die strategischen Zukunftsgeschäftsfelder „Erneuerbare Energie" (Wasserkraft, Biogas und Solar) und „Marine/Offshore" in 2010 für einen Umsatzschub sorgen.

Ein Großteil der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen werde deshalb weiter in so genannte „green technologies" fließen. Und auch in dem von der Krise stark betroffenen Maschinenbau geht Zangerl im deutschen respektive europäischen Markt von einem leicht steigenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr aus.

Um das Wachstum auch personell stemmen zu können, plant Bachmann für 2010 unter anderem weitere 55 Mitarbeiter einzustellen (2009: 366). Bereits im vergangenen Jahr wurde der Firmensitz in Feldkirch für rund 12 Mio. Euro erweitert. Der Anbau bietet auf einer Nutzfläche von 5500 Quadratmetern eine jährliche Kapazität für 500 000 Steuerungsmodule und 15 000 Bedienterminals.

Weiterhin wurden die Kapazitäten an den bestehenden Standorten in den USA, China, Indien und Europa erweitert. Das im September 2009 eröffnete zweite Büro in Peking unterstützt Kunden im zweitgrößten Industriezentrum Chinas direkt vor Ort. Last but not least ist in den USA in diesem Jahr ein weiterer Ausbau im Bereich Automatisierung geplant.

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