Speicherprogrammierbare Steuerungen

Günter Herkommer,

Siemens stellt Nachfolger für S7-200 vor

Die Siemens-Division Industry Automation hat im Vorfeld der Hannover Messe einen Generationswechsel bei den Speicherprogrammierbaren Steuerungen angekündigt. Insbesondere was das Engineering betrifft, will Siemens mit dem neuen Micro-Controller Simatic S7-1200 laut Ralf-Michael Franke, Geschäftsführer des Geschäftsbereiches Industrial Automation Systems, neue Maßstäbe setzen.

Ralf-Michael Franke: „Mit der S7-1200 schlagen wir ein neues Kapitel bei der Simatic auf.“

© Siemens

Für die Geräteklasse der Kleinsteuerungen steht heute im Hause Siemens die Simatic S7-200. Anders als die Steuerungen der „Oberklasse“ – die S7-300 und die S7-400 - lässt sich die S7-200 allerdings nicht mit demselben Software-Tool Step7 programmieren. Mit dem jetzt angekündigten Nachfolgemodell S7-1200 will Siemens einen neuen Weg in punkto Engineering einschlagen und Schluss machen mit diesem Bruch. Das heißt: Die Programmier-Philosophie hinter der neuen Engineering-Umgebung „Step 7 Basic“ wird sich durchgängig auch über künftige Nachfolgemodelle der S7-300- und S7-400-Klasse ziehen. Wann allerdings mit diesen zu rechnen ist, darüber hält sich Siemens bedeckt.

 

Grundsätzlich hat Siemens bei seiner Neuentwicklung nach Aussage von CEO Ralf-Michael Franke einen Hauptfokus auf die nahtlose Integration von Controller, Human Machine Interface (HMI) und der Software gelegt. Das heißt: Step 7 Basic V10.5 mit integriertem WinCC Basic für Visualisierungsaufgaben konfiguriert sowohl den Controller als auch die ebenfalls neuen HMI-Basic-Panels.

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Die Aufbautechnik des Micro-Controllers S7-1200 ist entsprechend der Aufgabenstellung skalierbar. Die Zentralbaugruppe lässt sich flexibel mit E/A- und Kommunikations-Baugruppen erweitern. Neu sind die so genannten Signal Boards, die einfach auf die Vorderseite der CPU-Baugruppe aufgesteckt werden und wahlweise je zwei DI (Digital Input)-/DO (Digital Output)-Schnittstellen oder einen analogen Output bereitstellen. Für die serielle Kommunikation lässt sich die Micro-SPS durch zwei Kommunikationsmodule mit je einem RS232- oder RS485-Port erweitern.

Die Simatic S7-1200 besitzt eine integrierte Profinet-Schnittstelle für die einfache Vernetzung und Kommunikation zwischen Engineeringsystem, Controllern und HMI. Über diese Schnittstelle erfolgt auch der Anschluss der Basic-Panels zur Visualisierung. Für die Vernetzung mehrerer Controller oder HMI-Geräte gibt es ein Erweiterungsmodul in Form eines unmanaged 4-Port-Ethernet/Profinet-Switch. Außerdem verfügt der neue Micro-Controller gegenüber dem Vorgängermodell S7-200 über einen schnelleren Prozessor und größeren Speicher, der sich flexibel zwischen Programm- und Anwendungsdaten aufteilen lässt.

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