Industrie 4.0
Siemens auf der Hannover Messe 2015
Die Digitalisierung als entscheidender Wachstumshebel in der Industrie – diesen Leitspruch hat sich Siemens für die Hannover Messe 2015 auf die Fahnen geschrieben und schon einmal seine Produktneuheiten für Hannover vorgestellt.
Unter dem Motto "On the way to Industrie 4.0 - Driving the Digital Enterprise" präsentiert sich Siemens auf der Hannover Messe in diesem Jahr auf 3.500 Quadratmetern in Halle 9.
© Siemens"Heute sind echte Effizienzsprünge nur noch zu erreichen, wenn wir Systeme und Prozesse entlang des gesamten Produkt- und Produktionslebenszyklus eng miteinander verzahnen und optimieren", betonte Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Digital Factory, auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Hannover Messe 2015. Die Digitalisierung eröffne produzierenden Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, Produkte und Lösungen schnell und effizient zu entwickeln und zu fertigen. "Wer diese Chancen konsequent nutzt, besitzt entscheidende Wettbewerbsvorteile", so Huber. Unter dem Motto 'On the way to Industrie 4.0 – Driving the Digital Enterprise' wird der Siemens-Konzern auf der Hannover Messe (13. bis 17. April 2015) verschiedenste Lösungen und Produkte aus den konzernweiten Wachstumsfeldern Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung ausstellen. Der Fokus liegt dabei darauf, wie sich erneuerbare Energien in das Energiesystem einbinden lassen und auf der Vorstellung einer Vielzahl industrieller Lösungen - wie Totally Integrated Automation (TIA), Integrated Drive Systems (IDS), Industriesoftware sowie datenbasierte Services.
Im sogenannten "Digitalisierungsforum" präsentiert Siemens außerdem konkrete Anwendungsbeispiele für digitale Technologien in der Fertigungs- und Prozessindustrie sowie im Maschinenbau.
Unter dem Begriff 'Digital Enterprise' möchte der Konzern insbesondere den Kunden in der Fertigungsindustrie eine zukunftsfähige Plattform auf Basis von Softwaretechnologien bieten, um die umfänglichen Anforderungen von Industrie 4.0 in den kommenden Jahren erfüllen zu können. Besondere Aufmerksamkeit richtet Siemens dabei - ähnlich wie im vergangenen Jahr - auf die Verschmelzung der virtuellen mit der realen Welt: "Die digitale Fabrik ist keine Vision mehr. Schon heute tragen wir einen bedeutenden Teil dazu bei. Unsere Softwarelösung Teamcenter fungiert als zentraler Data Backbone. Entscheidend für eine bessere Fertigung mit mehr Effizienz und einer kürzeren Time-to-Market ist die vollständige digitale Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens", so Huber.
"Der komplette Produkt- und Produktions-Lifecycle lässt sich bereits heute durchgängig integrieren. Damit erhöhen wir die Produktivität und Effizienz unserer Kunden und stärken somit ihr Geschäft", so Anton S. Huber, CEO der Division Digital Factory.
© SiemensLösungen für die Prozessindustrie
Auch in der Prozessindustrie möchte Siemens neue Wege einschlagen: "Die aktuellen Markttrends gehen in Richtung Modularisierung, die digitale Abbildung der Produktionsschritte und die Kommunikation der einzelnen Maschinen in der Anlage untereinander", sagte Peter Herweck, CEO der Division Process Industries and Drives. Im Digitalisierungsforum des Messestandes zeigt ein Flüssigkeitskreislauf die digitale Integration einer Komponente in die vorhandene Anlage. Die Planung und das Engineering mit der Softwarelösung 'Comos' in Verbindung mit dem Prozessleitsystem 'Simatic PCS 7' ermöglichen die Zusammenführung von Daten aus dem Engineering und der Automatisierung. Mit Comos Walkinside wird diese Integration realistisch in 3D visualisiert.
Ein wichtiger Schritt zur digitalen Anlage ist die vereinfachte Verwaltung in industriellen Netzwerken. Siemens präsentiert dazu mit "Effortless Communciation" ein aktuelles Projekt. Die Vergabe von Adressen aus dem Engineering wird dabei in die Automatisierungsgeräte verlagert. So können sich Geräte selbst eindeutige Adressen automatisch zuweisen, ohne dass eine zentrale Instanz wie ein Adress-Server notwendig ist. Darüber hinaus soll das System den Einsatz von Fernwartungsservices vereinfachen und deren Sicherheit erhöhen. Die Ergebnisse des Projekts könnten beim Aufbau und Betrieb von zukünftigen Produktionsnetzwerken eingesetzt werden.
Neuheiten in der Antriebstechnik
In der Antriebstechnik präsentiert Siemens neue Komponenten des "Integrated Drive Systems" (IDS). Das Portfolio erweitern Simotics-Reluktanzmotoren mit maximaler Energieeffizienz und höchster Dynamik, eine neue Achshöhe der Niederspannungsmotoren Simotics FD sowie die modularen Hochspannungsmotoren Simotics HV M. Laut Peter Herweck müssen die Kunden aus den Prozessindustrien heutzutage mit einem hohen Maß an Komplexität umgehen und dabei maximale Energieeffizienz anstreben. Mit IDS biete der Konzern ein umfangreiches und durchgängiges Angebot an integrierten Antriebssystemen - nahezu jede Siemens-Antriebskomponente lasse sich nahtlos in jedes Antriebssystem, jede Automatisierungsumgebung und in den gesamten Lebenszyklus der Anlage integrieren. Weil die Antriebe mit der Steuerungs- und Fertigungsebene durchgängig vernetzbar sind, würden intelligente, selbstoptimierende und autonome Fertigungsabläufe möglich.














