Siemens

Andreas Knoll | Thomas Günnel,

Sektor Infrastructure & Cities nimmt Tätigkeit auf

Siemens startet am 1. Oktober 2011 mit weiterentwickelter Struktur in das Geschäftsjahr 2012. Der neu gegründete Sektor »Infrastructure & Cities« nimmt dann wie geplant seine Arbeit auf. Damit gliedert sich das operative Geschäft des Konzerns künftig in die Sektoren Industry, Infrastructure & Cities, Energy und Healthcare.

Mit dem neuen Sektor will das Unternehmen an dem dynamischen Wachstum von Städten und Infrastrukturinvestitionen führend teilhaben. Den für Siemens adressierbaren Markt in Städten beziffert das Unternehmen auf derzeit rund 300 Mrd. Euro jährlich. Siemens verfügt nach eigenen Angaben über das weltweit breiteste Portfolio für städtische Infrastrukturen.

Der neue Sektor Infrastructure & Cities wird von München aus das weltweite Geschäft mit Städten und Infrastrukturen steuern. Siemens bündelt darin Kompetenzen und Geschäfte, um Städten Lösungen für Mobilität, Umweltschutz und Energieeinsparung zu bieten. Im neuen Sektor mit rund 87.000 Mitarbeitern führt das Unternehmen die Divisionen Mobility und Building Technologies aus dem Industry-Sektor sowie die Division Power Distribution und das Smart-Grid-Geschäft aus dem Energy-Sektor zusammen. Künftig besteht Infrastructure & Cities somit aus den fünf Divisionen Rail Systems (Schienenfahrzeuge), Mobility and Logistics (Verkehrs-, Transport- und Logistik-Management), Low and Medium Voltage (Nieder- und Mittelspannung), Smart Grid (intelligente Stromnetze) und Building Technologies (Gebäudetechnik).

Im Geschäft mit Städten geht Siemens einen neuen Weg bei Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung. Ein Element dieser Strategie sind die Stadtentwicklungszentren (Centers of Competence) des Sektors, in denen Siemens seine Expertise für urbane Infrastrukturen bündelt. Das erste Center of Competence wird derzeit in London gebaut, zwei weitere entstehen in Asien und den USA. Hier werden Siemens-Mitarbeiter an neuen Lösungen für Städte forschen und Siemens-Produkte zu speziellen Paketen für Stadtplaner zusammenstellen. Dazu gehören integrierte Verkehrslösungen zur Stauvermeidung und Konzepte, um den Stromverbrauch und damit die Kosten einer Stadt auf breiter Basis zu verringern.

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Sektor Industry konsequent auf Industriekunden ausgerichtet

Der Sektor Industry richtet sich mit der Neuorganisation von Siemens künftig konsequent auf Industriekunden aus. Hierzu will der Sektor sein Branchen- und Service-Geschäft stärken und seine nach eigenen Angaben führende Rolle bei Industrie-Software ausbauen. Der Sektor mit mehr als 100.000 Mitarbeitern besteht künftig aus den drei Divisionen Industry Automation, Drive Technologies sowie der neu gegründeten Division Customer Services. Um den Besonderheiten des Großanlagenbaus gerecht zu werden, wird die Einheit Metals Technologies künftig als direkt vom Sektor geführte Business Unit organisiert.

Der Sektor Energy bleibt Anbieter von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für die Stromerzeugung und -übertragung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport der Primärenergieträger Öl und Gas. Mit rund 75.000 Mitarbeitern besteht der Sektor künftig aus den Divisionen Fossil Power Generation, Wind Power, Solar & Hydro, Energy Service, Oil & Gas sowie Power Transmission.

Der Sektor Healthcare bleibt im Zuge der Neuorganisation unverändert und besteht aus rund 49.000 Mitarbeitern in den Divisionen Imaging & Therapy Systems, Clinical Products und Diagnostics.

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