Jugend forscht

Thomas Günnel,

Preisträger treten in den USA an

Zwei der besten deutschen Nachwuchsforscher des Wettbewerbes Jugend forscht messen sich seit dem 5. Mai bei der 62. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Los Angeles mit mehr als 1600 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt. Die deutschen Teilnehmer qualifizierten sich durch ihren Erfolg beim Jugend forscht Finale 2010 für den bedeutendsten internationalen Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler.

© Stiftung Jugend forscht e. V.

Martin Dehn mit der von ihm entwickelten minutengenauen Sonnenuhr.

© Stiftung Jugend forscht e. V.

Martin Dehn (19) vom Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach präsentiert eine Sonnenuhr, die im Gegensatz zu herkömmlichen Zeitmessern die Uhrzeit minutengenau anzeigt. Tatsächlich steht die Sonne nicht jeden Tag um zwölf Uhr mittags genau im Süden, sodass Sonnenuhren in der Regel eine Viertelstunde vor- oder nachgehen. Martin Dehns Entwicklung gleicht diese naturgegebene Zeitabweichung aus, indem eine selbst programmierte Software die Form des Uhrzeigers je nach Standort neu berechnet. Dehn erreichte mit dem Projekt beim Wettbewerb Jugend forscht 2010 den fünften Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.

Jan Käberich (18) vom Campe-Gymnasium in Holzminden konstruierte einen Roboter, der auf einer Kugel balancieren kann, ohne dabei herunterzufallen. Mit Hilfe von Sensoren ermittelt der Roboter zunächst den Winkel, in dem er auf der Kugel steht. Dabei helfen ihm Beschleunigungs- und Gyrosensoren, die Bewegungen der Kugel festzustellen. Mit diesen Angaben berechnet er die Ausgleichsbewegungen, die nötig sind, um ein Herunterfallen zu verhindern. Diese führt der Roboter anschließend mittels seines omnidirektionalen Antriebs aus. Käberich gewann mit seiner Entwicklung beim Bundeswettbewerb 2010 den vierten Preis im Fachgebiet Technik.

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Jan Käberichs Roboter balanciert eigenständig auf einer Kugel.

© Stiftung Jugend forscht e. V.

Den Nachwuchswissenschaftlern winken bei der ISEF Preise im Gesamtwert von vier Millionen US-Dollar sowie Stipendien und die Teilnahme an Praktika und Forschungsreisen. Die Preisverleihung findet am Freitag, den 13. Mai 2011, im Los Angeles Convention Center statt. Die Teilnehmer zwischen 14 und 21 Jahren stammen aus über 65 Ländern und präsentieren ihre Projekte in 17 Wettbewerbsdisziplinen einer internationalen Expertenjury.
 
Die ISEF ist der weltweit größte vorakademische wissenschaftliche Wettbewerb und wird von der Non-Profit-Organisation „Society for Science & the Public“ koordiniert. Seit 1996 unterstützt die Intel Corporation den Wettbewerb als Titelsponsor. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern.

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