Nationaler IT-Gipfel
Neues von der Plattform Industrie 4.0
Im Zuge des Nationalen IT-Gipfels in Saarbrücken präsentierte die Plattform Industrie 4.0 die Ergebnisse ihrer Arbeit: Neben Fortschritten bei der Standardisierung und einer Personalveränderung gibt es neue Hilfestellungen – speziell für KMUs.
Auf dem nationalen IT-Gipfel am 16. und 17. November verkündete die Plattform Industrie 4.0 neues bei der Standardisierung: „Neben den Handlungsempfehlungen haben wir im Bereich der Standardisierung große Fortschritte gemacht. Beispielsweise haben wir das in der Plattform Industrie 4.0 entwickelte Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0 in die DIN-Spezifikation eingebracht. Damit können nun erstmals die drei wesentlichen Dimensionen IT, Lifecycle und Automatisierungshierarchie in einem Modell zusammengefasst werden“, so Prof. Dr. Siegfried Russwurm, der seinen Vorsitz des Lenkungskreises nach zwei Jahren abgibt (siehe Bild).
Ein großer Schritt ist laut Plattform in Richtung internationaler Standardisierungsbemühungen gelungen. Demnach werde RAMI 4.0 seit kurzem auch in den internationalen Normungsorganisationen International Organization for Standardization (ISO) und International Electrotechnical Commission (IEC) diskutiert.
Im Zuge des IT-Gipfels veröffentlichte die Plattfom zudem ein Interaktionsmodell für die Verwaltungsschale. Hierbei handelt es sich um ein Regelwerk, das, vergleichbar mit Duden und Lexikon, einzelne Vokabeln der Sprache zwischen Maschinen, Sensoren und Produkte festlegt.
Neue Hilfestellungen bei Industrie 4.0
Auch das Unterstützungsangebot hat die Plattform Industrie 4.0 erweitert: Der Industrie 4.0-Kompass soll insbesondere mittelständischen Unternehmen einen Überblick über mehr als 40 bestehende nicht-kommerzielle Angebote bieten. Ebenso ist die Online-Bibliothek der Plattform Industrie 4.0 gewachsen: Insgesamt neun weitere Publikationen, die zum IT-Gipfel veröffentlicht wurden, sind genau wie die Publikationen der Partnerorganisationen der Plattform in der Bibliothek zu finden.
Zu den neuen Publikationen zählen etwa die Handlungsempfehlungen zur betrieblichen Qualifikation, Überlegungen zu einer Verwaltungsschale der Netz-kommunikation, die aktualisierte Forschungsagenda, der Anwenderleitfaden IT-Sicherheit sowie die Handlungsempfehlungen zu rechtlichen Rahmenbedingungen.
Kooperationen mit Frankreich, Japan, USA und China
In den vergangenen Monaten hat die Plattform Industrie 4.0 den Austausch mit mehreren internationalen Allianzen intensiviert: Gemeinsame Arbeitspläne mit den Partnern aus Frankreich (Alliance Industrie du Futur), Japan (Robot Revolution Initiative), USA (Industrial Internet Consortium) und China sehen unter anderem eine enge Kooperation im Bereich der Standardisierung vor. So entwickeln Experten der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortium Ideen, wie sich internationale Testfelder für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gemeinsam gestalten lassen. Die praktischen Erfahrungen aus den Tests sollen systematisch zur Weiterentwicklung und Verbindung der bereits etablierten Referenzarchitekturmodelle RAMI 4.0 und IIRA genutzt werden. Auch mit der Europäischen Kommission tauscht sich die Plattform intensiv zur Umsetzung von Industrie 4.0 aus.













