Modulare SPS
Mitsubishi schließt Steuerungslücke
Der japanische Automatisierungstechnik-Anbieter Mitsubishi startet zur bevorstehenden SPS/IPC/Drives die Markteinführung der Melsec-L-Serie. Die baugruppenträgerlose, modulare SPS soll die Lücke schließen zwischen der Kompakt-SPS Melsec FX und der auf der iQ-Plattform basierenden Hochleistungssteuerung zur Prozessautomatisierung, dem Process Automation Controller (PAC).
Die L-Serie ist in zwei CPU-Arten erhältlich. Die Standard-CPU ermöglicht die Steuerung von bis zu 1.024 E/A-Schnittstellen mit über 20.000 Schritten Speicher und einer Zykluszeit pro Anweisung von über 40ns. Die Hochleistungs-CPU kann bis zu 4.096 E/A-Schnittstellen (260.000 Schritte Speicher) steuern, bei einer Zykluszeit pro Anweisung von 9,5 ns.
© Mitsubishi ElectricDie neue Steuerung positioniert Mitsubishi im Umfeld mittelgroßer Steuerungsapplikationen beziehungsweise als SPS für die Steuerung von Serienmaschinen sowie als vernetzte Station in komplexen Anwendungen. Sie kommt ohne Baugruppenträger und bietet 24 E/A-Schnittstellen, einen 2-Kanal-Hochgeschwindigkeitszähler, die Möglichkeit zur Zweiachs-Positionierung von bis zu 200 kHz, Pulse-Catch- und Interrupt-Funktionen, einen integrierten Datenlogger, Ethernet- und CC-Link-Schnittstellen (Master- oder lokale Station) sowie eine SD/SDHC-Kartenschnittstelle für die Datenspeicherung.
Jede CPU der Melsec-L-Serie lässt sich mit unterschiedlichen Netzteilen, einer einfach anzuschließenden Display-Einheit und bis zu 40 Erweiterungsmodulen für zusätzliche Funktionen konfigurieren. Intelligente Module für Bewegung, Positionierung, Hochgeschwindigkeitszähler, Datenübertragung und Netzwerkintegration runden die Funktionalität der kompakten SPS ab. Zusätzlich zu der integrierten Funktion zur Zweiachs-Positionierung hat Mitsubishi Electric auf Basis von SSCNET III neue Motion-Module zur Steuerung von vier und 16 Achsen entwickelt. Bis zu vier dieser Motion-Module sind an die CPU anschließbar. Die Programmierung und Parametrisierung der Motion-Module erfolgt mit standardisierten Funktionsbausteinen nach PLCopen und IEC 61131.
Durch den SD-Kartensteckplatz lassen sich CPU-Programm und -Parameter einfach speichern. Die Netzwerkintegration und die Konnektivität werden durch standardmäßige USB-, Ethernet- und CC-Link-Schnittstellen unterstützt. Durch den eingebauten CC-Link-Feldbus kann die modulare SPS als einfach eingerichtete Slave-Station an ein Netzwerk oder als Master von bis zu 64 Stationen der über 1000 verfügbaren CC-Link-Feldgeräte angeschlossen werden.










