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Artikel und Hintergründe zum Thema

Industrie 4.0

Davina Spohn,

Lemgoer Forscher gewinnen 'Cloud Innovation World Cup'

Als Weltmeister im Cloud-Computing können sich seit Ende Juni 2014 die Forscher des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL bezeichnen. In London sind sie für ihre Umsetzung einer Cloud für die Industrie mit dem ersten Platz in der Kategorie 'Industrie 4.0' des 'Cloud Innovation World Cup' geehrt worden.

Strahlende Sieger in der Kategorie 'Industrie 4.0' des verliehenen 'Cloud Innovation World Cup': inIT-Institutsleiter Jürgen Jasperneite (links) und Mitarbeiter Omid Givehchi

© Centrum Industrial IT

Mit ihrem Konzept 'Automation Cloud' setzten sich die Lemgoer Forscher gegen mehrere hundert Konkurrenten durch. Omid Givehchi, wissenschaftlicher Mitarbeiter am inIT, nahm den Preis im Rahmen des Cloud World Forums in der Londoner Olympia Hall entgegen. Weltmarktführer aus der IT-Branche, wie Intel oder Samsung, unterstützen den Wettbewerb. Preisträger Givehchi und Institutsleiter Professor Jürgen Jasperneite freuten sich: "Der Preis zeigt die Wertschätzung, die unsere Arbeit erfährt und auch das steigende Interesse der IT-Branche für Cloud-Anwendungen im industriellen Umfeld."

Wenn es nach den Lemgoer Wissenschaftlern geht, sieht die digitale Fabrik der Zukunft so aus: Wie bei dem aus der IT-Welt stammenden Cloud Computing sind Steuerungsprogramme und Software großer Produktionsanlagen nicht mehr auf einem festen Rechner installiert, sondern in das Internet ausgelagert. Steuerungsfunktionen, bisher durch Hardwarekomponenten direkt an den Maschinen und Anlagen angebracht, stehen dann in der 'Automation Cloud' virtuell zur Verfügung. Dort lassen sie sich als Dienste abrufen. Der Clou: Statt immer weiter Hardware zu installieren und Steuerungen zu programmieren, greift der Anwender auf die bereits programmierte Steuerung in der Cloud zurück. Das verspricht laut der Forscher  Vorteile bei der Inbetriebnahme oder Erweiterung von Maschinen, spart Speicherplatz, Zeit und Kosten. Doch was wird aus dem Datenschutz, wenn die Software ausgelagert ist? Professor Jasperneite gibt Entwarnung: "Um die Daten und Dienste zu schützen, ist diese Cloud nur innerhalb einer Fabrik zugänglich und nicht im Internet."

Das inIT der Hochschule OWL in Lemgo beschäftigt derzeit über 60 Mitarbeiter. Mithilfe der IKT-basierten Automation wollen die Forscher dazu beitragen, die Fabrik der Zukunft wandlungsfähiger, ressourceneffizienter und benutzerfreundlicher zu machen. Das Institut ist eine der Forschungseinrichtungen im BMBF-Spitzencluster 'Intelligente technische Systeme OstwestfalenLippe it's OWL'. Geforscht wird unter dem Dach des Centrum Industrial IT (CIIT) auf dem Campus der Hochschule OWL in Lemgo. Das CIIT ist ein Ort, an dem voneinander unabhängige Unternehmen und Forschungseinrichtungen rund um das Thema Industrial IT beheimatet sind und darüber hinaus gemeinsame Forschungsprojekte bearbeiten.

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