ABB Deutschland

Günter Herkommer,

Heimmarkt stützt den Auftragseingang

Leicht zulegen gegenüber dem Vorjahr konnte die deutsche ABB im Geschäftsjahr 2013 beim Auftragseingang sowie beim Gewinn. Gesunken ist hingegen der Umsatz.

Peter Terwiesch, Leiter der Region Zentraleuropa: "In Deutschland konnten wir wieder mehr Aufträge als im Vorjahr verbuchen und auch Europa zog in Summe wieder an."

© ABB

Konkret verbuchte die deutsche Landesgesellschaft des ABB-Konzerns im vergangenen Jahr einen Auftragseingang von 3,09 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 3,05 Mrd. Euro. Zugelegt haben dabei vor allem die Großaufträge (über 15 Mio. US-Dollar) - unter anderem von TenneT oder BMW - während die Basisaufträge (unter 15 Mio. US-Dollar) insgesamt zurückgingen. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug 332 Mio. Euro und lag damit ebenfalls leicht über dem Vorjahr (327 Mio. Euro). Ein Minus steht hingegen vor der Umsatz – er sank um fünf Prozent und belief sich auf 3,37 Mrd. Euro gegenüber 3,57 Mrd. Euro im Jahr 2012. Als Grund dafür gibt ABB vor allem einen gegenüber dem Vorjahr geringeren Anteil an Offshore-Windpark-Projekten in der Nordsee an.

Größtes Auftragswachstum bei Industrieautomation und Antrieben

Der Bereich Energietechnik-Systeme steigerte den Auftragseingang von 450 Mio. Euro auf 530 Mio. Euro, das entspricht einem Plus von 18 %. Zu verdanken sei dies vor allem einem Großauftrag von TenneT für die Anbindung des Offshore-Windpark Sandbank an die Konverterstation SylWin alpha. Der Umsatz sank dagegen um 19 % von 977 Mio. Euro auf 788 Mio. Euro.

Die Energietechnik-Produkte verzeichneten einen Auftragseingang von 774 Mio. Euro gegenüber 810 Mio. Euro im Vorjahr. Einen deutlichen Rückgang musste hier vor allem der Bereich Transformatoren und Transformator-Service hinnehmen. Der Umsatz belief sich auf 832 Mio. Euro gegenüber 807 Mio. Euro im Vorjahr.

Bei der Prozessautomation lag der Auftragseingang mit 436 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (526 Mio. Euro). Hier entwickelten sich die einzelnen Geschäftsfelder sehr unterschiedlich. Während bei Metals und Mining größere Aufträge fehlten, waren Produkte und Lösungen für Chemie sowie Öl & Gas nachgefragt. Einen Einfluss hatte darüber hinaus der Verkauf der ABB Service GmbH Bobingen. Der Umsatz fiel um fünf Prozent von 512 Mio. Euro auf 484 Mio. Euro.

Auftragseingang und Umsatz der Division Niederspannungsprodukte sanken leicht unter den Wert des Vorjahrs. Der Auftragseingang belief sich auf 852 Mio. Euro (2012: 866 Mio. Euro), der Umsatz auf 859 Mio. Euro (2012: 867 Mio. Euro). Während sich das Installationsgeschäft erneut positiv entwickelt hat, konnte das Industriegeschäft nicht an die Vorjahreswerte anknüpfen.

Die Division Industrieautomation und Antriebe verzeichnete ein Plus von 23 Prozent im Auftragseingang. Er lag 2013 bei 530 Mio. Euro gegenüber 432 Mio. Euro im Vorjahr. Vor allem das Robotik-Geschäft entwickelte sich positiv. Der Umsatz blieb mit 446 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (454 Mio. Euro).

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