Wago

Günter Herkommer,

Die halbe Milliarde durchbrochen

Mit einem Umsatz von über 500 Mio. Euro hat Wago in 2010 ein neues „All-time-high“ erreicht. Die halbe Milliarde bedeutet ein Plus von 30 % zum Vorjahr. Damit wurde auch der Umsatz 2008 um zehn Prozent übertroffen.

Allen Auguren zum Trotz, die der Automatisierungstechnik vor noch nicht allzu langer Zeit eine lange Durststrecke prognostizierten, konnte die Wago-Firmengruppe ein Ziel erreichen, das nach Aussage der Geschäftsführung (Sven Hohorst, Axel Börner und Ulrich Bohling) „zwar angepeilt aber zu Beginn des Jahres nicht wirklich erwartet wurde". Per 31.12.2010 waren in der Gruppe etwa 5.300 Personen beschäftigt (plus 500 im Vergleich zum Vorjahr), davon rund 1500 am Standort in Minden, 1000 in Sondershausen.

Ursprünglich waren in der Gruppe im Jahr 2010 Investitionen von knapp über 42 Mio. Euro geplant. Ein Wert, der jedoch nach vorläufiger Berechnung aufgrund des rasanten Wachstums um knapp 18 Mio. Euro überschritten wurde. Damit nicht genug: In 2011 will Wago mit knapp 100 Mio. Euro die höchste Investitionssumme der Unternehmensgeschichte bereitstellen.

Die Planung für 2011

Was den konkreten Ausblick und Planung für das laufende Geschäftsjahr angeht, gibt sich Wago vorsichtig. Die generell positive allgemeine Einschätzung der globalen Wirtschaftsentwicklung seitens Politik, Verbänden und Forschungsinstituten teilt das Unternehmen nur mit Einschränkung, da aufgrund der weiterhin vorhandenen Risiken im Finanzsektor negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft nicht auszuschließen seien. Konkret spürt Wago die steigenden Rohstoffpreise, die besonders bei Metallen und Kunstoffen deutlich negativ auf der Kostenseite zu Buche schlagen.

Mit Blick nach vorn sieht Wago aber auch die Chancen. So treibt weiterhin die Nachfrage aus Fernost das Wachstum und auch für die Binnennachfrage sei mit einer moderaten Steigerung zu rechnen. Was den Umsatz betrifft, plant die Gruppe mit einem Zuwachs von knapp zehn Prozent. Die Beschäftigung soll insbesondere an den Standorten in Minden und Sondershausen weiter zunehmen. Dabei könnte sich allerdings die Gewinnung von Fachkräften als bremsender Faktor auswirken. So werden am Standort Minden derzeit über 150 Fachkräfte, insbesondere Entwicklungsingenieure, gesucht. Zudem soll dort ein Bürogebäude für 250 Arbeitsplätze (Investitionsvolumen knapp zehn Mio. Euro) entstehen.

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