Siemens
Für den Eigenbedarf
Siemens betreibt an seinem Standort in Frankfurt Vertical Farming für den Eigenbedarf. Zum Einsatz kommt dabei Siemens-Technologie. Was hier im Kleinen funktioniert, ist auch ein Zukunftsfeld für die Landwirtschaft im Allgemeinen.
In der Siemens-Niederlassung Frankfurt bauen Mitarbeitende unter kontrollierten Bedingungen (Controlled Environment Agriculture) Nahrungsmittel für das Mitarbeiterrestaurant an. Das Vertical-Farming-Modell des Start-ups ´greenhub solutions` wird mit Hilfe von Siemens-Steuerungstechnik betrieben und ermöglicht ein effizientes und nachhaltiges Pflanzenwachstum. Zusammen mit der Farm Management App von greenhub ermöglichen die Siemens-Komponenten im Schaltkasten des Modells eine automatisierte Bewässerung und Beleuchtung der Pflanzen. Durch den Einsatz von Leistungsschutzschaltern können zudem elektrische Kenngrößen erfasst und an mobile Geräte, PCs oder übergeordnete IoT-Schnittstellen übermittelt werden, um Cloud-Anwendungen zu unterstützen. Das Modell von greenhub sammelt kontinuierlich Daten über das Wachstum der Pflanzen, um die Steuerung von Licht und Nährstoffen zu optimieren. Diese Daten ermöglichen es, die Ressourceneffizienz zu maximieren und gleichzeitig hochwertige Lebensmittel auf umweltfreundliche Weise und ohne Pestizide zu produzieren.
Kontrollierte Anbaubedingungen in der Landwirtschaft
Dem Vertical-Farming Modell liegt eine Siemens-Steuerung zu Grunde. Über diese werden unter anderem Wasser und Nährstoffzugaben gesteuert.
© SiemensControlled Environment Agriculture (CEA) ist eine technologiebasierte Anbaumethode, die Nachhaltigkeit und Rentabilität verbindet. Die Steuerungssysteme von Siemens ermöglichen es, das Pflanzenwachstum zu optimieren, Ressourcen zu schonen und die Erträge zu steigern, während sie gleichzeitig die Vorteile der Automatisierung und datengestützter Erkenntnisse nutzen. Das Ergebnis ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil: Produkte aus einer CEA-Anlage sind deutlich größer und qualitativ hochwertiger als Pflanzen aus der konventionellen Landwirtschaft. Gleichzeitig verbraucht Controlled Environment Agriculture weniger Ressourcen wie Wasser, Boden, Pestizide und die generelle Landnutzung. Im Vergleich zu traditionellen Anbaumethoden können bis zu 95 Prozent Wasser eingespart und mehr als 300 Prozent Wachstum pro Quadratmeter erzielt werden.
Die Weiterentwicklung der Pflanzenwissenschaften in Verbindung mit besser zugänglichen Daten führt zu neuen Konzepten der intelligenten Landwirtschaft. Landwirte nutzen KI, Analytik und IoT, um neuartige Entscheidungen zu treffen, beispielsweise anhand von Echtzeitdaten über Wetter, Temperatur und Bodenfeuchtigkeit. Automatisierte und digitalisierte Prozesse tragen dazu bei, Energie- und Arbeitskosten zu senken. Automatisierungspotenzial gibt es in täglichen Arbeitsabläufen, zum Beispiel könnte eine teure und zeitaufwendige manuelle Bestäubung von Pflanzen durch maschinelle Bestäubung ersetzt werden. Eine robotergestützte oder maschinelle Aussaat und Ernte können die Kosten und die Abhängigkeit von Arbeitskräften verringern und es ermöglichen, ansonsten autonome Systeme geschlossen zu halten.











