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Artikel und Hintergründe zum Thema

IEC-Weltkongress

Günter Herkommer,

Frankfurt im Zeichen der Normung

Vom 10. bis 14. Oktober findet in Frankfurt am Main die 80. IEC Generalversammlung statt. Erwartet werden über 3.500 dieser Experten aus 71 Ländern.

Michael Teigeler: Mit neuen Veranstaltungsformaten möchte der VDE|DKE-Geschäftsführer die Normung offener, transparenter und vor allem schneller machen.

© VDE

Die International Electrotechnical Commission (IEC) repräsentiert 98 Prozent des Welthandels an elektrotechnischen und elektronischen Produkten und vereint mehr als 20.000 Experten aus aller Welt. Die Themen der 80. IEC Generalversammlung reichen von Industry 4.0 und Erneuerbaren Energien über Micro Grids bis zu IT-Security und Digitalisierung. Eröffnet wird der IEC-Weltkongress in der Frankfurter Festhalle am 10. Oktober von Dr. Junji Nomura, Präsident der IEC und Mitglied der Geschäftsführung von Panasonic Corporation, von Roland Bent, Vorsitzender der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE sowie Mitglied der Geschäftsführung von Phoenix Contact, sowie von Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

„Normen in der Elektro- und Informationstechnik sind eine Voraussetzung für den Exporterfolg eines Unternehmens“, betont Michael Teigeler, Geschäftsführer von VDE|DKE im Vorfeld der Veranstaltung, die unter dem Motto "Connecting Communities - Reinvent Standardization" steht. Für die Technologieunternehmen sei der Normungsbedarf groß wie eine Umfrage unter den 1.300 Mitgliedsunternehmen ergab. Der größte Bedarf besteht aktuell bei der Elektromobilität (44 %), bei Smart Grid (36 %), IT-Sicherheit (35 %) und Industrie 4.0 (32 %). Bei Batterie und Speichertechnologien (29 %), dem Internet der Dinge (28 %), Smart Home (24 %) und Autonomes Fahren (21 %) ist für die Unternehmen der Bedarf ebenso hoch.

Auch strategische Aspekte wie der Einfluss der Digitalisierung auf die zukünftige Zusammenarbeit der 20.000 Experten stehen auf der Tagesordnung des Normungsgipfels. „Bislang verlaufen die Abstimmungen in den internationalen Gremien nach dem 2.0-Prinzip. Die Experten eines Gremiums kommen an einem Ort zusammen, um eine Norm auf den Weg zu bringen“, erklärt Teigeler. Zwar erfolgen die Abstimmungen grundsätzlich demokratisch, die ausführlichen Diskussionen um die Abstimmung finden jedoch unter Verschluss statt. „So manches Mal wurden hinter verschlossenen Türen die Boxhandschuhe herausgeholt, um eine Einigung zu erzielen“, scherzt Teigeler. Mit innovativen Veranstaltungsformaten möchte der VDE|DKE-Geschäftsführer die Normung offener, transparenter, partizipativer und vor allem schneller machen: „Wir revolutionieren damit die gesamte Normungslandschaft. Mit dem IEC Campus und dem Reinvention Laboratory schaffen wir eine neue Umgebung für Meinungsaustausch, Diskussion und Networking ebenso wir für interessante Debatten zwischen Generationen und Experten aus verschiedenen Ländern.“

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