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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens – das 3. Quartal 2014

Günter Herkommer,

Ergebnis und Gewinn legen zweistellig zu

Siemens-Chef Joe Kaeser hat am 31. Juli die Zahlen für das 3. Quartal des Geschäftsjahres 2014 bekannt gegeben. Während der Gewinn nach Steuern deutlich stieg, blieben Umsatz und Auftragseingang auf organischer Basis nahezu auf Vorjahresniveau. Den größten Beitrag zum Ergebnis leistete der Sektor Industry.

Joe Kaeser, Siemens: "Wir werden uns künftig auf Wachstumsfelder entlang von Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung fokussieren."

© Siemens

Mit 17,92 Mrd. Euro lagen die Umsatzerlöse von Siemens im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Stichtag 30. September) um 4 % unter denen des Vorjahresquartals, der Auftragseingang sank um 3 % auf 19,41 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis - also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte – ergibt sich ein etwas positiveres Bild: Nach dieser Rechnung stiegen die Umsatzerlöse um 1 % und der Auftragseingang blieb im Vorjahresvergleich stabil.

Deutlich zulegen konnte Siemens hingegen beim Ergebnis beziehungsweise beim Gewinn: Ersteres stieg im 3. Quartal auf knapp 1,74 Mrd. Euro – ein Plus von 37 % gegenüber Q3/2013. Der Vorjahreswert von rund 1,27 Mrd. Euro war allerdings durch 418 Mio. Euro in Verbindung mit 'Siemens 2014' belastet, hauptsächlich bei Infrastructure & Cities (180 Mio. Euro), Industry (122 Mio. Euro) und Energy (102 Mio. Euro). Mit einer Verbesserung bei seinen kurzzyklischen Geschäften leistete der Sektor Industry laut Kaeser den größten Beitrag zum Gesamtergebnis der Sektoren. Konkret stieg das Ergebnis von Industry auf 548 Mio. Euro, nach 363 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Noch stärker verbesserte sich das Ergebnis des Sektors Infrastructure & Cities, mit einem Anstieg auf 350 Mio. Euro, nach einem negativen Ergebnis von 23 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Das Ergebnis von Energy ging von 430 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 405 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis von Healthcare schließlich sank im dritten Quartal auf 436 Mio. Euro, nach 499 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Was schließlich den Gewinn nach Steuern betrifft, so stieg dieser im 3. Quartal um 27 % auf 1,4 Mrd. Euro.

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Der Sektor Industry im Detail

Das Geschäftsfeld Industry Automation innerhalb des Sektors Industry lieferte im 3. Quartal einen Ergebnisbeitrag von 332 Mio. Euro und lag damit beträchtlich über dem Vorjahreswert, der Belastungen von 56 Mio. Euro in Verbindung mit 'Siemens 2014' enthalten hatte. Die Umsatzerlöse von Industry Automation blieben stabil, der Auftragseingang war im Vorjahresvergleich leicht rückläufig. Auf organischer Basis stiegen die Umsatzerlöse um 3 % und der Auftragseingang um 1 %, einschließlich eines erheblichen Wachstums in China.

Das Ergebnis von Drive Technologies stieg auf 217 Mio. Euro, teilweise aufgrund einer verbesserten Kostenposition als Folge der erfolgreichen Umsetzung des Programms 'Siemens 2014'. Das Ergebnis von 127 Mio. Euro in der Vorjahresperiode hatte Belastungen von 62 Mio. Euro in Verbindung mit diesem Programm enthalten. Zurückgehalten durch negative Effekte bei der Währungsumrechnung sanken die Umsatzerlöse im 3. Quartal um 2 %, bei Rückgängen in allen Berichtsregionen. Der Auftragseingang legte um 5 % zu, vor allem aufgrund von weiteren internen Aufträgen aus dem Zuggeschäft von Siemens und einer im Vorjahresvergleich angestiegenen Nachfrage beim Motion-Control-Geschäft der Division. Auf organischer Basis stiegen die Umsatzerlöse um 2 %, in erster Linie gestützt durch die Region Amerika. Der Auftragseingang legte im Vorjahresvergleich um 9 % aufgrund der Zuwächse in Asien, Australien sowie Europa/GANO zu.

Der Blick auf die ersten neun Monate

Betrachtet man den Zeitraum der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, so ergibt sich über alle Sektoren folgendes Bild: Der Umsatz ging absolut um 3 % auf 51,99 Mrd. Euro zurück (Vorjahr: 53,61 Mrd. Euro), auf vergleichbarer Basis bewegt er sich auf Vorjahresniveau. Gleiches gilt für den Auftragseingang, der von 60,07 Mrd. Euro auf 58,16 Mrd. Euro gesunken ist. Beim Ergebnis für die ersten neun Monate steht ein Plus von 24 % zu Buche – von 4,16 auf 5,16 Mrd. Euro – und der Gewinn stieg um 20 % von 3,34 auf 4,01 Mrd. Euro.

Im Sektor Industry ist der Außenumsatz in den ersten neun Monaten mit 11,03 Mrd. Euro nahezu konstant geblieben (Vorjahreszeitraum: 11,07 Mrd. Euro), der Auftragseingang stieg um 5 % auf 12,96 Mrd. Euro (12,29 Mrd. Euro), und das Ergebnis legte um knapp 30 % zu – und zwar von 1,20 auf 1.55 Mrd. Euro.

Der Ausblick auf das Gesamtjahr

Im Rahmen der Bekanntgabe der Zahlen für das 3. Quartal hat Joe Kaeser seine Prognose für das Geschäftsjahr 2014 bestätigt. Der Siemens-Chef erwartet, dass die Umsatzerlöse auf organischer Basis auf dem Vorjahresniveau bleiben und der Auftragseingang über den Umsatzerlösen liegen wird. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der Ergebnisse für die ersten neun Monate erwartet Siemens, dass das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) im Geschäftsjahr 2014 um mindestens 15 Prozent über dem Wert des Geschäftsjahrs 2013 von 5,08 Euro liegen werde.

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