NXTGN Solutions
Ein pragmatischer IIoT-Ansatz
Bis dato waren viele Anwender nicht bereit, in das Thema IIoT zu investieren – die Geschäfte liefen auch so sehr gut. Der Zwang zur nachweisbaren Nachhaltigkeit verändert jetzt die Motivationslage.
Das Thema Industrial Internet of Things erlebt seit Jahren einen – medialen – Hype. »In der Realität war bei den potenziellen Anwendern allerdings der Schmerz nicht groß genug, um in entsprechende OT-Hardware und IT-Software zu investieren«, analysiert Christoph Müller die Lage und ergänzt: »Der Umsatz ging auch ohne IoT weiter nach oben und die Gewinne ebenso! Zudem blieben die gepriesenen disruptive Geschäftsmodelle aus, wie sie bei anderen Digitalisierungsprojekten – wie Uber, AirBnB und Spotify – gelungen sind.«
Doch das Blatt wendet sich gerade. Denn, das IIoT kann eine entscheidende Rolle im Kontext der Nachhaltigkeit spielen. Müller: »Nachhaltigkeit ist heute der Heilige Gral der Politik und des Investments der Unternehmen. Es wird nur noch dort investiert, wo auch die Nachhaltigkeit außergewöhnlich gut ist, wo sie auch nachhaltig nachgewiesen werden kann.«
Seine Erfahrung der letzten Monate zeigt, dass das IIoT insbesondere bei der Förderung von sechs nachhaltigen Praktiken von entscheidender Bedeutung ist: bei der Steigerung der generellen Effizienz, bei der präventiven Instandhaltung, was die Nachhaltigkeit von Lieferketten betrifft. Ebenso in punkto Energieeffizienz, der Reduzierung von Verschwendung und der notwendigen datengestützten Entscheidungsfindung von Nachhaltigkeitsprozessen.
Daten effizient erfassen
Wie aber kommen die Anwender an die notwendigen Produktionsdaten, wenn diese noch nicht erfasst sind? Ein wenig vielversprechender Weg ist es zu versuchen, die Daten aus den bestehenden Steuerungen zu lesen. Bei über 350 verschiedenen Kommunikationstreibern zu unzähligen SPS-Systemen ist dies nur mit sehr viel Aufwand und guten Mitarbeitern möglich; der Zeitaufwand ist kaum zu rechtfertigen.
»Ein pragmatischerer Weg ist es, nachträglich die Sensoren zu verbauen, die genau die Informationen bringen, die den Anwender dem Ziel näherbringen. Hier sind es oft Zustandssensoren für Temperatur, Luftfeuchte, Schwingungen, Druck oder auch die elektrischen Werte wie Spannung, Strom und Wirkungsgrad«, so Müller.

Die Cloud RAN Erweiterung
Der 5G-Industry Campus Europe in Aachen wurde jetzt mit einer Cloud-RAN- Infrastruktur erweitert. »Cloud RAN« schafft eine Grundlage für den Einsatz von 5G-Funktionalitäten und industriellen Anwendungen auf gemeinsam genutzter Serverhardware.
Edge-Controller von NXTGN Solutions
Für all diese Fälle propagiert Müller Lösungen wie den Edge-Controller von NXTGN Solutions, der solche Sensoren anbinden kann, die Daten vorverarbeitet und über eine integrierte IoT Schnittstelle weiterleitet an entsprechende IT-Lösungen. Hierzu steht eine IO-Link wireless Schnittstelle für über 21.000 verschiedene Sensoren bereit. Weiterhin 2 × RS485 für Modbus RTU und lokale I/Os. Die Southbound Kommunikation wird über Ethernet/4G oder WLAN realisiert. Dank der Performance des I.MX8MAX.PLUS und bis zu 64GByte RAM können auf dem CM007 HLK auch Docker von Logiccloud – eine virtuelle IEC1131 SPS, Coligo – eine embedded KI - oder Grafana beziehungsweise Nodered installiert werden. Das intergierte 4G Modem sendet nicht nur die Prozessdaten, sondern ermöglicht auch eine Fernwartung der am Ethernet Port angeschlossener Steuerung, HMI oder Kamera System.
Solche erfassten Daten lassen sich anschließend in der NXTGN Cloud visualisieren oder per REST API / OPC-UA oder MQTT Sparkplug auch anderen IT-Lösungen bereitstellen.











