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Artikel und Hintergründe zum Thema

Logiccloud

Andrea Gillhuber,

Virtualisierung prägt Fabrikautomatisierung

Mit der neuen Version seiner ‚Software Defined Automation‘-Plattform zeigt Logiccloud, wie Virtualisierung und KI die industrielle Automatisierung verändern. Ein integrierter KI-Assistent ermöglicht die schnelle Erstellung kompletter Automatisierungs-Apps.

© Pixabay/Brian Penny

Die Virtualisierung von Steuerungssystemen gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau suchen Alternativen zu Public-Cloud-Angeboten, da Sicherheits- und Compliance-Vorgaben sowie internationale Regelungen wie der ‚US Cloud Act‘, der Behörden Zugriff auf Daten US-amerikanischer Hosts auch außerhalb der USA ermöglicht, eine stärkere Datenkontrolle erfordern. Lösungen, die lokal oder in Private Clouds betrieben werden können, rücken damit in den Fokus.

Das Unternehmen Logiccloud setzt dabei auf ‚Software Defined Automation‘, bei der nicht mehr die klassische SPS-Hardware im Mittelpunkt steht, sondern die software-basierte Steuerungslogik. Dieser Ansatz ermöglicht größere Unabhängigkeit von Hardware, niedrigere Anschaffungs- und Wartungskosten sowie eine flexiblere Skalierung. Anwendungen können zentral verwaltet, erweitert und aktualisiert werden, ohne physische Komponenten austauschen zu müssen.

Mit der On-Premises-Variante bietet Logiccloud eine Möglichkeit, Automatisierungsanwendungen vollständig innerhalb der eigenen IT-Infrastruktur zu betreiben. Dies erlaubt den Einsatz ohne Internetverbindung, was in sicherheitskritischen Produktionsumgebungen von Vorteil ist. Gleichzeitig wird die Integration bestehender Systeme wie ERP-Software, Datenbanken oder Tools wie Node-RED erleichtert. Alternativ kann die Plattform in einer Private Cloud europäischer Anbieter gehostet werden, was Skalierbarkeit mit DSGVO-konformer Datenhaltung verbindet.

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Ergänzend stellt das Unternehmen eine browserbasierte Engineering-Plattform bereit. Sie ermöglicht die Entwicklung von Automatisierungsanwendungen direkt im Browser inklusive Tests und Simulationen ohne Hardware sowie Projekt- und Benutzerverwaltung. Zur SPS 2025 präsentierte das Unternehmen die neue Version seiner Plattform. Ein zentrales Highlight ist ein KI-Assistent, der die Entwicklung von Automatisierungs-Apps deutlich vereinfacht. Über ein Formular können Anwender ihre fachlichen Anforderungen eingeben; die KI generiert daraus automatisch eine komplette Anwendung inklusive IEC-61131- Logik, HTML-Visualisierungen und Schnittstellenkonfigurationen. Die KI beantwortet zudem Fragen, erstellt Dokumentationen, optimiert Code und liefert Snippets zur Beschleunigung der Entwicklungsarbeit.

Mit Version 1.5 führt Logiccloud weitere Verbesserungen ein: ein erweitertes HMI mit wiederverwendbaren Templates, eine REST-API-Integration für die Anbindung externer Systeme, Live-Debugging mit Echtzeitwerten im Code sowie die Integration der OSCAT-Bibliothek. Ein optimierter Compiler reduziert Dateigrößen und Ressourcenverbrauch, während Kafka-Unterstützung und vereinfachte MQTT-Konfiguration die Vernetzung erleichtern. Über Branding- und Theming-Funktionen kann die Plattform zudem an das Corporate Design eines Unternehmens angepasst werden. Die Engineering-Plattform bleibt vollständig browserbasiert und unterstützt IEC-61131-Programmierung, HTML5-Visualisierung, Simulationen ohne Hardware sowie Projekt- und Benutzerverwaltung. Durch die Offenheit für gängige Industrieprotokolle und IT-Schnittstellen lassen sich komplexe vernetzte Anwendungen effizient erstellen.

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