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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens

Meinrad Happacher,

Das erste Quartal 2015

Mit Start des neuen Geschäftsjahres zum 1. Oktober 2014 hat Siemens die Organisationsstruktur geändert. Jetzt gab Siemens-Lenker Joe Kaeser die Zahlen des ersten Quartals des neuen Geschäftsjahres bekannt.

Siemens-Chef Joe Kaeser hat derzeit vor allem zwei Sorgenkinder: Die Divisionen Healthcare sowie Power and Gas.

© Siemens AG

Zur Verschlankung der Struktur schaffte Siemens zum 1. Oktober 2014 die Ebene der Sektoren ab und bündelte das Geschäft in neun statt wie bisher 16 Divisionen. Das Healthcare-Geschäft wird jetzt zudem eigenständig geführt.

Zum aktuellen Geschäft resümiert der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser: "Die meisten unserer Geschäfte haben sich im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt. Einige Divisionen erzielten ausgezeichnete Ergebnisse. Healthcare muss seine Anstrengungen verstärken, um schnell wieder an die bisherigen herausragenden Leistungen anzuknüpfen. Power and Gas benötigt ein deutlich weiterreichendes Konzept, um längerfristig zu den früheren Margen zurückzukehren." Die Sparte hat insbesondere mit den Folgen des schwindenden Ölpreises zu kämpfen.

Insgesamt seien die Umsatzerlöse im ersten Quartal mit 17,415 Mrd. Euro um 5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte um 3 %). Der Auftragseingang liegt mit 18,013 Mrd. Euro allerdings um 11 % hinter den Werten des ersten Quartals 2014. Das Ergebnis des industriellen Geschäfts ist mit 1,819 Mrd. € um 4 % rückläufig, was vor allem an dem schwierigen Geschäft bei Power and Gas zusammenhänge. Der Gewinn nach Steuern allerdings ging um ein Viertel auf rund 1,1 Mrd. Euro zurück. Für den Schwund seien laut Siemens vor allem eine veränderte Zinslage und Schwankungen bei Finanzinstrumenten verantwortlich.

Kaeser geht davon aus, dass das Geschäftsumfeld im Geschäftsjahr 2015 unter anderem wegen geopolitischer Spannungen komplex sein wird. "Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse auf organischer Basis auf dem Vorjahresniveau bleiben und wir mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 erreichen werden. Für unser industrielles Geschäft erwarten wir eine Ergebnismarge von 10 bis 11 %."

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