Impfproduktion
Biontech plant neue Werke mit Siemens-Technik
Biontech und Siemens bauen ihre strategische Zusammenarbeit für die weltweite Impfstoffproduktion weiter aus. Nun soll eine Biontech-Produktion nach Vorbild des Marburger Werks in Singapur entstehen.
Im Marburger Werk des Biotechnologieunternehmens Biontech ist bereits Automatisierungs- und Digitalisierungstechnik von Siemens zu finden. Nun sollen nach diesem Vorbild weitere Produktionsstätten für den Covid-19-Impfstoff mit Siemens-Technik entstehen, unter anderem ein Werk in Singapur. Aus diesem Grund haben die beiden Unternehmen einen Ausbau ihrer weltweiten Zusammenarbeit beschlossen.
In Marburg hatte Biontech mit Hilfe von Siemens in fünf Monaten eine bestehende Anlage für die Produktion des Impfstoffs umgebaut. Siemens wird im Rahmen der Kooperation die Automatisierungs- und Digitalisierungstechnologien für Produktionsstätten einbringen, unter anderem Design-, Simulations- und Engineering-Software sowie die Prozessleittechnik.
Bereits im Mai hatte Biontech verkündet, eine Produktion in Singapur aufbauen zu wollen. Diese soll im Jahr 2023 in Betrieb gehen und mehrere hundert Millionen Dosen im Jahr herstellen können. Die Produktionsstätte soll aber nicht nur Covid-19-Impfstoff herstellen.
Cedrik Neike, Siemens-Vorstandsmitglied und CEO Digital Industries, über die Zusammenarbeit: »Siemens und Biontech arbeiten schon lange erfolgreich zusammen. Biontech hat als erstes Unternehmen gemeinsam mit Pfizer einen neuen mRNA-Impfstoff auf den Markt gebracht. Unsere Technologien und unsere langjährige Erfahrung haben ihnen dabei geholfen, die Produktion in fünf Monaten statt einem Jahr umzubauen. Jetzt wollen wir diesen Erfolg gemeinsam auf andere Fertigungsstätten übertragen – und so den Covid-19-Impfstoff möglichst schnell weltweit verfügbar machen.«










