PLCopen

Meinrad Happacher,

Benchmarking - ein etwas anderer Ansatz!

PLCopen hat in der Vergangenheit auch schon Benchmarking durchgeführt, wobei der Schwerpunkt auf verschiedenen Benutzeranwendungen lag, einschließlich Motion Control. Dieses Mal ist aber alles ein wenig anders.

Eelco van der Wal: »Mit dem Benchmark beschreitet PLC open völlig neue Wege.«

© PLC open

»Dieses PLCopen Benchmarking ist etwas Besonderes in der PLCopen«, sagt Eelco van der Wal, Geschäftsführer der PLCopen. »Obwohl PLCopen sich normalerweise mit Softwareumgebungen beschäftigt, war es dieses Mal Ziel, ein Benchmarking-Tool zu definieren, um die Leistung der verschiedenen CPU-Architekturen zu messen.«

Warum ist dies wichtig? Heutzutage können die CPU-Lieferanten ihre Architekturen auf die spezifischen Bedürfnisse abstimmen. Die Anforderungen der Industrie im Allgemeinen sind jedoch nicht eindeutig festgelegt. Gerade die strengen Anforderungen an die Echtzeitverarbeitung parallel zu anderen Operationen spielen in anderen Branchen keine so große Rolle. Für die Steuerungsanbieter ist dies allerdings ein wesentlicher Punkt, der mit den CPU-Anbietern geklärt sein muss.

Die PLCopen-Benchmarking-Arbeitsgruppe hat einen Hardware-Ressourcen-orientierten Ansatz gewählt, der insbesondere die Prozessor- und Rechnerarchitekturen einbezieht. Mit der gewählten Methodik kann der Benchmark die effektive Leistung der verschiedenen Prozessoren und Architekturen, wie sie in den Industriesteuerungen verwendet werden, aufzeigen und so in einem sehr frühen Stadium bei der Auswahl der optimalen Architektur für den Steuerungslieferanten helfen. Denn, wird die Leistungsfähigkeit der Prozessoren erst überprüft, wenn das vorgesehene IEC-Programm darauf läuft, ist es bereits zu spät für eine Optimierung. Möglicherweise ist zu diesem Zeitpunkt bereits viel Zeit, Geld und Mühe in das Entwicklungsprojekt investiert.

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Eine gemeinsame Sprache

Die Benchmarking-Arbeitsgruppe definiert eine gemeinsame Sprache zwischen den beteiligten Parteien, vom CPU-Lieferanten bis zum Steuerungslieferanten, und kombiniert diese mit gemeinsamen Testskripten für Echtzeit und den Einfluss der anderen Prozesse. Hierzu gehören Mikro-Benchmarks für die CPU-spezifischen Aufgaben und Teilmengen von Anweisungen sowie anwendungsorientierte Benchmarks. Denn den Anbietern geht ja in erster Linie nicht um höchste Leistung, sondern um einen vorhersehbaren, zuverlässigen und deterministischen Ansatz zu einem guten Preis: »the best bang for the buck!«

»Das Besondere an diesem Ansatz ist auch, dass es sich bei dieser Arbeitsgruppe um eine PLCopen-interne Aktivität handelt«, fügt Eelco van der Wal hinzu. »Die Ergebnisse dieser Gruppe sind nicht für den Vergleich zwischen den verschiedenen Anbietern gedacht, sondern ausschließlich für die interne Verwendung durch die Mitglieder der Organisation. Dies ist die erste nicht offene Aktivität in der PLCopen, die die Anwender und Endnutzer nicht einbezieht. Daran muss sogar ich mich erst gewöhnen.«

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