Mitsubishi-Siemens-Angebot

Jens Würtenberg | Davina Spohn,

Alstom soll in wesentlichen Teilen erhalten bleiben

Nun liegt das Angebot vor. Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und Siemens schlagen Alstom mehrere Transaktionen vor, mit denen der französische Konzern in seiner gegenwärtigen Form in fast alles seinen Geschäftsfeldern erhalten und sich insgesamt nachhaltiger aufstellen würde.

Siemens will das Gasturbinengeschäft von Alstom übernehmen, die Bildung eines "europäischen Champions im Bahngeschäft" bleibt eine Option.

© Siemens / Mitsubishi Heavy Industries

MHI beabsichtigt, mit Alstom drei Joint Ventures zu bilden. Am Dampf- und Nukleargeschäft will sich das japanische Unternehmen mit 40 Prozent beteiligen, am Geschäft mit den Energienetzen zu 20 Prozent und ebenfalls zu 20 Prozent am Wasserkraftgeschäft. Im Zuge dieser Transkationen würde Alstom von MHI 3,1 Mrd. Euro in bar erhalten. Außerdem beabsichtigt MHI, „beständiger und langfristiger Aktionär an Alstom zu werden.

Siemens beabsichtigt, das Gasgeschäft von Alstom für einen Betrag von 3,9 Mrd. Euro in bar vollständig zu übernehmen. Zudem beabsichtigt Siemens in Frankreich und Deutschland eine Arbeitsplatzgarantie auf drei Jahre nach Abschluss der Transaktion auf die zu übertragenden Geschäfte zu bieten. Das Unternehmen plant außerdem, mit Alsom die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Bahngeschäft zu eruieren. Außerdem ist geplant, die europäische Zentrale für das Gas-Servicegeschäft in Frankreich anzusiedeln.

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